Advertisement

Das Verhältnis von Formalisierung und Informalität betrieblicher Arbeits- und Kommunikationsprozesse und die Rolle der Informationstechnik

  • Ingo Schulz-Schaeffer
  • Christiane Funken

Auszug

Informations- und Kommunikationstechniken sind seit gut zwanzig Jahren das wirkmächtigste Mittel der Formalisierung betrieblicher Arbeits- und Kommunikationsprozesse. Nicht nur lassen sich mit ihrer Hilfe viele der bereits zuvor formal strukturierten Abläufe umfassender formalisieren und durchgängiger verregeln. Sie ermöglichen darüber hinaus auch die formale Strukturierung von Prozessen, die den entsprechenden Bestrebungen bislang entzogen waren. Dies betrifft vor allem — aber nicht nur — bereichs-, abteilungs- und betriebsübergreifende Abläufe.1 Gleichzeitig gilt, dass Informations- und Kommunikationstechniken — insbesondere die digitalen Kommunikationsmedien — neue Freiräume und neue Handlungsmöglichkeiten für informellen Austausch und informelle Arbeitskoordination eröffnen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Baukrowitz, Andrea et al. (2006): Informatisierung der Arbeit — Gesellschaft im Umbruch. Berlin: edition sigma.Google Scholar
  2. Blumenberg, Hans (1981): Wirklichkeiten in denen wir leben. Aufsätze und eine Rede. Stuttgart: Reclam.Google Scholar
  3. Bolte, Annegret/Stephanie Porschen (2006): Die Organisation des Informellen. Modelle zur Organisation des Alltags. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  4. Bungard, Walter/Wolf-Bertram von Bismarck/ Markus Held (1999): Befragung zur Anwendung innovativer Kommunikationstechnologien. In: Markus Held Mannheimer Beiträge zur Wirtschafts-und Organisationspsychologie Bungard/von Bismarck/Markus Held (1999): 21–58.Google Scholar
  5. Bungard, Walter/Wolf-Bertram von Bismarck/ Markus Held (Hrsg.) (1999): Mannheimer Beiträge zur Wirtschafts-und Organisationspsychologie. Themenheft 1/99: Medienvermittelte Kommunikation in Unternehmen. Frankfurt/Main u.a.: Campus Verlag.Google Scholar
  6. Crozier, Michel/Erhard Friedberg (1979): Macht und Organisation: Die Zwänge kollektiven Handelns. Königstein/Ts.: Athenäum.Google Scholar
  7. Funken, Christiane (2008): Digitalisierung betrieblicher Kommunikation. In: Thimm/Wehmeier (2008): 107–123.Google Scholar
  8. Funken, Christiane/Cosima Ingenschay/ Aline Oloff (2008): ‚careers@communication’. Digitalisierte Kommunikation in Unternehmen — Karrierehindernis oder Karrierechance für Frauen? Forschungsbericht für das österreichische BMBWK und das österreichische BMWA. Berlin/Wien.Google Scholar
  9. Goffman, Erving (1956): Presentation of Self in Everyday Life. Edinburgh: University of Edinburgh.Google Scholar
  10. Kleemann, Frank/Ingo Matuschek/ G. Günter Voß (2002): Subjektivierung von Arbeit — Ein Überblick zum Stand der soziologischen Diskussion. In: Moldaschl/Voß (2002): 53–100.Google Scholar
  11. Luhmann, Niklas (1980): Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft, Bd. 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
  12. Moldaschl, Manfred/G. Günter Voß (Hrsg.) (2002): Subjektivierung von Arbeit. München/Mering: Hampp.Google Scholar
  13. Negroponte, Nicholas (1995): Total Digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation. München: Bertelsmann.Google Scholar
  14. Rammert, Werner (1989): Technisierung und Medien in Sozialsystemen. Annäherung an eine soziologische Theorie der Technik. In: Weingart (1989): 128–173.Google Scholar
  15. Schulz-Schaeffer, Ingo (1999): Technik und die Dualität von Ressourcen und Routinen. In: Zeitschrift für Soziologie 28(6): 409–428.Google Scholar
  16. Schütz, Alfred/Thomas Luckmann (1979): Strukturen der Lebenswelt, Bd. 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
  17. Tacke, Veronika/Uwe Borchers (1993): Organisation, Informatisierung und Risiko: Blinde Flecken mediatisierter und formalisierter Informationsprozesse. In: Weißbach/Poy (1993): 125–151.Google Scholar
  18. Thimm, Caja/Stefan Wehmeier (Hrsg.) (2008): Organisationskommunikation online: Grundlagen, Fallbeispiele, empirische Ergebnisse. Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang.Google Scholar
  19. Weingart, Peter (Hrsg.) (1989): Technik als sozialer Prozeß. Frankfurt/Main: Suhrkamp.Google Scholar
  20. Weißbach, Hans-Jürgen/Andrea Poy (Hrsg.) (1993): Risiken informatisierter Produktion. Theoretische und empirische Ansätze, Strategie zur Risikobewältigung. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Ingo Schulz-Schaeffer
    • 1
  • Christiane Funken
    • 1
  1. 1.TU BerlinBerlin

Personalised recommendations