Organisationen und Gesellschaft I: Effekte von Organisationen auf der individuellen und der kollektiven Ebene

Auszug

Auch wenn Organisationen als offene Systeme gesehen werden, die in einem Austausch- und Beeinflussungsverhältnis zu ihrer Umwelt stehen, bleibt der Blick immer noch hauptsächlich auf Organisationen (als Gegenstand der Analyse) gerichtet. In den zwei letzten Kapiteln 9 und 10 soll jetzt die Blickrichtung gewechselt werden, indem die Umwelt und dabei speziell „die Gesellschaft“ als Ausgangs- und Endpunkt der Betrachtung dient. Zuerst wird in Kapitel 9 die Sichtweise erläutert, die Ebene der Organisationen als Mesoebene zusätzlich zur Mikro- und Makroebene einer Gesellschaft zu konzipieren. Diese Sichtweise läuft für die soziologische Theorie und Empirie sehr häufig auf die Forderung „bringing organizations back in“ hinaus. Die Angebrachtheit dieser Forderung kann und soll hier lediglich an einigen Beispielen illustriert werden. Ebenfalls noch im ersten Abschnitt von Kapitel 9 wird eine einfache Systematik vorgestellt, mit der man unterschiedliche gesellschaftliche Effekte von Organisationen einfangen kann. Diese Systematik mit einer Differenzierung positiver und negativer Effekte von Organisationen auf der Mikroebene der Individuen einerseits und auf der Makroebene der Gesellschaft andererseits liefert dann den Stoff für die weiteren Unterabschnitte von Kapitel 9.

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Literatur zur Vertiefung und zum Weiterlesen

  1. (1).
    Schimank, Uwe (2001): Organisationsgesellschaft, in: Georg Kneer, Armin Nassehi und Markus Schroer (Hg.), Klassische Gesellschaftsbegriffe der Soziologie, München: Fink, S. 278–307 (in seiner Gliederung und im Argumentationsgang hat sich das voranstehende Kapitel an diesen Schimank-Aufsatz angelehnt).Google Scholar
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    Scott, Richard W. (2003): Organizations: Rational, Natural, and Open Systems, 5. Auflage, International Edition, Upper Saddle River, NJ: Prentice-Hall, Chaps. 12–13 (unter der Überschrift „Organizations and Society“ behandelt Scott in Kap. 12 „Organizational Pathologies“, in Kap. 13 geht es um das Konzept und die gesellschaftliche Konstruktion von „Organizational Effectiveness“).Google Scholar
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    Ritzer, George (1993): The McDonaldisation of Society, Newbury Park, CA: Pine Forge Press (deutsch: Die McDonaldisierung der Gesellschaft, Frankfurt am Main: Fischer 1997; selbst wenn man Ritzers Zeitdiagnose nicht folgt, ist sein Buch nicht zuletzt wegen seiner Anbindung an die Bürokratietheorie von Max Weber organisationssoziologisch interessant).Google Scholar

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