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Doppelkarrierepaare — Eine Herausforderung für die betriebliche Familienpolitik

  • Michel E. Domsch
  • Désirée H. Ladwig

Auszug

Das klassische Modell — die Frau richtet sich nach der Karriere ihres Mannes — wird seltener. Immer häufiger leben hoch qualifizierte Akademiker mit einem ebenso gut ausgebildeten Partner zusammen. Das Bewusstsein für diese neue Konstellation von Paaren, den so genannten „Dual Career Couples“ (DCCs), wächst in Deutschland nur langsam. Die Erscheinung nimmt in der heutigen Gesellschaft allerdings immer mehr zu und stellt damit eine Herausforderung für die betriebliche Familienpolitik dar. Die vom Institut für Personalwesen und Internationales Management (I.P.A.) der Helmut Schmidt Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit einem EU-Netzwerk europäischer Partner durchgeführte Studie „Family & Work“ zeigt, dass DCCs keine Minderheit mehr sind. Im Gegenteil, sie bilden die Mehrheit des hoch qualifizierten Managernachwuchses. Doppelkarrierepaare sind somit ein wichtiges Thema für die Zukunft des Wirtschaftsraumes Deutschland, doch konkrete Maßnahmen und Strategien zum Umgang mit ihnen sind selten. Daher erscheint es notwendig, auf die Bedürfnisse dieser Paare aufmerksam zu machen und ein Problembewusstsein für ihre Situation zu schaffen. Denn gerade die Rahmenbedingungen für die Organisation des räumlichen Zusammenlebens und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind für DCCs von entscheidender Bedeutung. Unternehmen, die diese zunehmend wichtige Komponente in ihrer Personal- und Führungspolitik unberücksichtigt lassen, fallen im Kampf um die High Potenzials zurück.

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Literatur

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Michel E. Domsch
    • 1
  • Désirée H. Ladwig
    • 2
  1. 1.Instituts für Personalwesen und Internationales ManagementHelmut-Schmidt-Universität Hamburg.Hamburg
  2. 2.Geschäftsführung MDC Management Development CenterHelmut-Schmidt-Universität HamburgHamburg

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