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Politisches Wissen bei Kindern — nicht einfach nur ja oder nein

  • Meike Vollmar

Auszug

Schulische Leistungen von Grund-, Haupt- und Realschülern sowie Gymnasiasten stehen im Fokus zahlreicher Studien. Neben Mathematik-, Deutsch- und naturwissenschaftlichen Kenntnissen wird innerhalb von PISA, IGLU, VERA und ähnlichen Tests auch die Lesekompetenz von Schülern erhoben. Diese Untersuchungen dienen sowohl einem teilweise internationalen Vergleich von Schülerleistungen als auch der Evaluation der Bildungspläne. Die PISA Studie hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, alltagsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten 15-jähriger Schüler zu messen. Dabei postuliert sie einen eigenen Bildungsbegriff, der Kenntnisse und Fähigkeiten, die im Erwachsenenalter benötigt werden, abdeckt. Anhand dieser Indikatoren soll abgeschätzt werden, inwieweit Bildungssysteme Schüler „auf die Übernahme von konstruktiven Rollen als Bürger ihrer Gesellschaft vorbereiten“ (Deutsches PISA-Konsortium 2000: 9). Politischem Wissen von Schülern hingegen wird keine Beachtung geschenkt, obwohl bereits im Bildungsplan der Grandschule ‚Demokratie lernen‘ als eigenständiger Bereich innerhalb des Fächerverbunds Mensch, Natur und Kultur (ehemals Heimat- und Sachkunde) existiert. Dass allerdings „nicht nur Mathe-, Deutsch- und Fremdsprachenkenntnisse (..) in ‚Pisa-Peinlichkeit‘ enden [können], sondern auch die Politikkenntnisse“ (Westle 2006: 238), wird in der allgemeinen Diskussion um das Niveau der Schulleistungen in der Bundesrepublik nicht wahrgenommen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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  • Meike Vollmar

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