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Einführung: Kinder als junge Staatsbürger

  • Jan W. van Deth

Auszug

Eine Demokratie verdient ihren Namen nicht, wenn sie sich nicht als eine Regierung durch und für die Bürger versteht.1 Folglich kann Demokratie auch nicht ohne politisches Engagement der Bürger funktionieren. Dabei sind diese nicht nur gefordert, ihre eigenen Interessen zu vertreten und somit kollektive Entscheidungen mitzugestalten. Klassisch ist auch der Gedanke, dass eine Demokratie ihren Bürgern die Möglichkeit bieten soll, sich auf der Basis der Beteiligung an diesen kollektiven Entscheidungsprozessen weiterzuentwickeln und zu entfalten. Also ist Demokratie nicht nur eine besondere Prozedur zur gemeinsamen Konflikt- und Problemlösung; sie ist auch eine Realisierung des humanistischen Ideals des autonomen Individuums. Eine Demokratie stellt somit hohe Anforderungen an ihre Bürger. Nur wenn sie die Demokratie akzeptieren und sich politisch engagieren, kann ein System demokratisch sein. Und nur wenn Menschen sich beteiligen, können sie sich entfalten und sich von Untertanen in Bürger verwandeln.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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  • Jan W. van Deth

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