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Griff nach der Meinungshoheit

  • Margret Chatwin

Auszug

Die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“ hat sich in den vergangenen Jahren zum sicher meistgenutzten Informationsportal im Internet entwickelt.1 Mit dem Anspruch, die größte freie Online-Enzyklopädie zu schaffen, ging das Projekt im Jahr 2000 ins Netz. Inzwischen erscheint Wikipedia in 250 Sprachen und Dialekten. Nach den Vorstellungen der amerikanischen Gründer, Jimmy Wales und Larry Sanger, sollte jeder interessierte Internet-Nutzer darin selbst lexikalische Beiträge erstellen können, die wiederum von anderen Nutzern bearbeitet und gegebenenfalls korrigiert würden. So würde sich im Laufe der Zeit das Allgemeinwissen erweitern und durch gegenseitige Kontrolle und Korrekturen aus Autoren Experten werden. Zudem wären Wissenschaftler, die sich beteiligen, gezwungen, ihren Wissensvorsprung allgemeinverständlich zu vermitteln. So die Idee. Diese interaktive „E-Community“ — inzwischen in Fachkreisen meist unter dem Terminus „Web 2.0“ rubriziert — soll so selbst für die Qualität der Beiträge sorgen („Vier-Augen-Prinzip“).2

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Margret Chatwin

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