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Norbert Elias — aus Anlaß seines 90. Geburtstages

Auszug

„Menschen sind nicht in der Lage, den Tod abzuschaffen. Aber sie sind ganz gewiß in der Lage, das gegenseitige Töten abzuschaffen“ (Elias 1985: 90). Wer bereits in der Jugend erlebt, wie ein Mitschüler von Rechtsradikalen zu Tode gequält wird, wer als Soldat „das Martyrium des erschöpfenden Schützengrabenkrieges“ bis 1918 durchlitten hat und nach dem nächsten Krieg schließlich die Widmung in seinem neuaufgelegten Hauptwerk an seine Mutter formulieren muß: „gest. Auschwitz 1941 (?)“, der hat nicht zu begründen, weshalb ihm als Sozialforscher das Zähmen der menschlichen Gewalttat und das Erlernen von sozialen Mustern der Mäßigung und der Selbstkontrolle zum Lebensthema werden.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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