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Robert Axelrod, The Evolution of Cooperation, New York 1984

(DA: Die Evolution der Kooperation, München 1987; VA: 5. Aufl., München 2000)
  • Volker Kunz

Auszug

Robert Axelrod ist Professor für Politikwissenschaft und öffentliche Ordnung (public policy) an der Universität von Michigan. Sein 1984 erschienenes Buch gehört zu den wichtigsten Werken einer sozialtheoretischen Richtung, die sich mit dem grundlegenden Problem der Entstehung sozialer Ordnung, des friedlichen und kooperativen Zusammenlebens der Menschen, beschäftigt. Es werden die Bedingungen untersucht, die rationale und ichbezogene Akteure veranlassen, freiwillig in einer für alle vorteilhaften Kooperation zusammenzuwirken. Unter diesen Voraussetzungen wird die Entstehung und Aufrechterhaltung sozialer Kooperation erklärungsbedürftig, weil für die beteiligten Akteure ein Konflikt zwischen individueller und kollektiver Rationalität besteht. Dieses zentrale Problem sozialen Zusammenlebens analysiert Axelrod mittels der Methode der Computersimulation und auf Grundlage der Spieltheorie. In diesem Zugang liegt der innovative Kern der Untersuchung, die damit eine neue Perspektive und ein besseres Verständnis für klassische Fragestellungen der Sozialwissenschaften und ihre Lösungen entwickelt. Der Einsatz von Computersimulationen bietet sich immer dann an, wenn die Elemente eines Systems in komplexer, nicht-linearer Form interagieren, die eindeutige deduktive Ableitungen schwierig oder sogar unmöglich macht. Bei der Spieltheorie handelt es sich um eine besondere Variante der mathematischen Entscheidungstheorie für Kollektive. „Spiel“ bezeichnet dabei eine Situation wechselseitiger Abhängigkeit von zwei oder mehreren Beteiligten.

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Literatur

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

Authors and Affiliations

  • Volker Kunz
    • 1
  1. 1.Universität MainzDeutschland

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