Der Fall Papa Wemba

  • Matthias Neske

Auszug

Im Dezember 2001 kamen auf dem Pariser Flughafen Roissy 127 junge Kongolesen mit dem Flugzeug aus Kinshasa an. Alle besaßen Schengenvisa und Arbeitserlaubnisse als Musiker. Nur wenige allerdings hatten ein Instrument dabei, und kaum jemand beherrschte sein Instrument auch. Alle 127 gaben an, als Musiker in der Band des Soukous-Stars Papa Wemba beschäftigt zu sein. Ermittlungen wurden aufgenommen, bei denen sich herausstellte, dass die angeblichen Musiker jeweils etwa 3.200 US $ für ihr Visum gezahlt hatten, was für sie, wollten sie die überaus gefährliche und entbehrungsreiche clandestine Reise vermeiden, die einzige Möglichkeit darstellte, nach Europa zu kommen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  • Matthias Neske
    • 1
  1. 1.Europäisches Forum für MigrationsstudienUniversität BambergDeutschland

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