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Organisation als gesellschaftliches Konstrukt

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch
Chapter
Part of the Organisation und Gesellschaft book series (OUG)

Auszug

Das Wort „Organisation“ finden wir im alltäglichen Sprachgebrauch in unterschiedlichen Bedeutungsvarianten. So wird „Organisation“ in einer Variante als substantiviertes Verb im Sinne von „das Organisieren“ verwendet und meint die „Herstellung von geordneten Abläufen“, also von Ordnung. In einer zweiten Variante meint „Organisation“ das, was als Ergebnis des Organisierens erzeugt worden ist, eine Einheit mit einer mehr oder weniger festen Struktur, ein Organisat, ein Gebilde, das sich von anderen unterscheiden lässt, also z. B. die „Universitat Wuppertal“. Damit ist nicht eine Eigenschaft eines Gebildes gemeint, sondern das Gebilde selbst; nicht: die Universitat hat eine Organisation, sondern sie ist eine Organisation. Schließlich finden wir den Organisationsbegriff auch in der Weise verwendet, dass er nicht eine Struktur oder einen Prozess meint, sondern ein Kollektiv von Personen. Eine solche Verwendung findet man dann, wenn Mitglieder einer Organisation die Wir-Form verwenden, urn z. B. appellativ zu formulieren: „Wir müssen uns in Zukunft mehr anstrengen“ oder um sich von anderen abzugrenzen: „Wir von der Uni A haben doch nun wirklich bessere Leistungen vorzuweisen als die von der Uni B“. Sehen wir uns einmal einen älteren Text im Hinblick auf den Organisationsbegriff an! Auch dort finden wir die drei Bedeutungsvarianten von „Organisation“:

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch

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