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Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch
Chapter
Part of the Organisation und Gesellschaft book series (OUG)

Auszug

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte sich die Organisationsform im Hinblick auf die Aneignung gesellschaftlich wesentlicher Entscheidungsfelder nochmals ausdehnen. Es sind vor allem folgende Prozesse festzustellen:
  • Zunahrne der organisationsfonnigen (lohnabhangigen) Erwerbsarbeit bis zu ihrem fast maximalen Ausschöpfgspunkt (ca. 90%, vgl. Statistisches Bundesamt 2001); damit strebt der Anteil der erwerbsfdrmigen Eigenarbeit, der nicht fremder Leitung untersteht, gegen ein historisches Minimum;

  • erhebliches Wachstum des staatlich organisierten Regierungs- und Verwaltungsapparates einschlielßlich der organisierten Sozialadministration (etwa uber die HalRe des Bruttosozialproduktes wird heute in Deutschland von staatlichen Organisationen entschieden);

  • immer noch (sogar progressiv) zunehmende Kapitalkonzentration bei wachsender Bedeutung netzwerkartiger Organisationsformen und transnationaler Konzerne;

  • Ausbau und Konzentrationstendenzen im politischen Verbiindewesen; im Unterschied zu den vorausgegangenen hundert Jahren haben milieugebundene Organisationsregime an Bedeutung verloren, die Verbande sind zweckspezifischer geworden und variabler in ihrer Mitgliederstruktur; damit schwindet zugleich die traditionelle enge kulturell-mentalitatsmarjige Bindung der Mitglieder an bhevslaihrebhevsra Organisation;

  • drastische Zunahme international operierender Organisationen: von gut 200 im Jahre 1909 uber ca. 6.500 1976 auf uber 50.000 heute, vorrangig handelt es sich um sog. bhevslaNicht-Regierungsorganisationenbhevsra (bhevslanon governmental organizationsbhevsra, NGOs), die vor allem eine grorje Definitionsmacht beziiglich (teils globaler) gesellschaRlicher Probleme besitzen und als Medien einer organisierten Beobachtung der Welt fungieren (wir kommen daraufnoch zuriick);

  • erhebliches Anwachsen der organisierten Kriminalitat, erleichtert durch Prozesse der bhevslaGlobalisierungbhevsra (Wegfall von Grenzkontrollen, Internationalisierung auch des illegalen Handels und Warenverkehrs, Informatisierung); diese organisierte Kriminalitat umfasst Kriminalitat in legalen Organisationen (sog. bhevslawhite-collar-Kriminalitatbhevsra) sowie die illegaler Organisationen, z. B.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch

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