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Überblick

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch
Chapter
Part of the Organisation und Gesellschaft book series (OUG)

Auszug

Im Verlauf des 20. Jhs werden formale Organisationen zu einem festen Bestandteil zunehmend globalisierter Gesellschaften. Organisation gehört fortan zum notwendigen Inventar jedes Nationalstaates, der als „modern“ gelten möchte. Mit der fortschreitenden Etablierung und Ausweitung dieser gesellschaftlichen Form ist der Entwicklungsprozess in dieser Zeit aber keinesfalls hinreichend beschrieben. Dieser Prozess vollzieht sich nicht ohne Begleitung kritischer Diskurse, die zum Teil zu Revisionen jeweils herrschender Organisationsparadigmen führen. Von besonderer Relevanz für diese Epoche sind die Formen der staatlichen und privaten Organisationsregime und ihr Verhältnis zueinander. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich für das 20. Jh. seit dem Ersten Weltkrieg insgesamt drei Teilepochen unterscheiden: (1) Vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In dieser Periode tritt Organisation als Instrument zur Beherrschung makro- wie mikrogesellschaftlicher Prozesse am unmittelbarsten hervor. In einigen Liindern usurpiert eine Partei den Staatsapparat und etabliert eine repressivgewaltförmige Organisationsstruktur, durch die der Nationalstaat als Organisation gesteuert werden sol1 (in der Sowjetunion und spater in anderen bhevslarealsozialistischenebhevsra Landern, in den faschistischen und autoritiiren Regimen in Deutschland, Italien und Spanien). Auch in den liberal-demokratischen Liindern versteht sich der Staat explizit als Organisator vor allem der Okonomie.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  • Klaus Türk
  • Thomas Lemke
  • Michael Bruch

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