Advertisement

Bildungsforschung zwischen Pädagogischer Psychologie und Erziehungswissenschaft

  • Manfred Prenzel

Auszug

Wenn man nach Referenzdisziplinen für die Bildungsforschung fragt, dann dürften die Erziehungswissenschaft und die Pädagogische Psychologie die ersten Kandidaten sein. Allerdings sind — wie ich im Folgenden zeigen möchte — die Erziehungswissenschaft und die Pädagogische Psychologie zwei so eng miteinander verwobene Fachgebiete, dass sich die Bildungsforschung kaum mehr „zwischen“ diesen Disziplinen verorten lässt. Diese Einschätzung mag vielleicht auf die persönliche Erfahrung zurückzuführen sein, ständig zwischen den Stühlen „Erziehungswissenschaft“ und „Pädagogische Psychologie“ gearbeitet beziehungsweise gesessen zu haben. Aber nachdem ich diese Erfahrung nicht nur mit den Kolleginnen und Kollegen, die in der „Münchner Tradition“ (bei Hans Schiefele mit einer Vorgeschichte, zu der etwa Aloys Fischer oder Georg Kerschensteiner zählen) gelernt haben, sondern mit zahlreichen anderen teile, handelt es sich möglicherweise um eine breitere Entwicklung, hin zu Problemgebieten und Sachfragen und weg von disziplinären Besitzständen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Baumert, J./ Klieme, E./ Neubrand, M./ Prenzel, M./ Schiefele, U./ Schneider, W./ Stanat, P./ Tillmann, J./ Weiß, M. (Hrsg.) (2001): PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  2. Berliner, D. (1992): Telling the story of educational psychology. In: Educational Psychologist, 27, 143–161.CrossRefGoogle Scholar
  3. Der Beirat der DFG-Förderinitiative „Empirische Bildungsforschung“ (2005): Empfehlungen zur Stärkung und Förderung der Empirischen Bildungsforschung. In: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.): Impulse für die Bildungsforschung. Stand und Perspektiven (herausgegeben von H. Mandl und B. Kopp). Berlin: Akademie Verlag, 145–157.Google Scholar
  4. Deutscher Bildungsrat (1974): Aspekte für die Planung der Bildungsforschung. Empfehlungen der Bildungskommission. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  5. Deutscher Bildungsrat (1975): Bildungsforschung. Probleme — Perspektiven — Prioritäten (2 Bände). Stuttgart: Klett.Google Scholar
  6. Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.) (2005): Impulse für die Bildungsforschung. Stand und Perspektiven (herausgegeben von H. Mandl und B. Kopp). Berlin: Akademie Verlag.Google Scholar
  7. Flitner, A. (1978): Eine Wissenschaft für die Praxis? Zeitschrift für Pädagogik, 24. Jg., 183–192.Google Scholar
  8. Herzog, W. (2005): Pädagogik und Psychologie. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  9. Krapp, A./ Prenzel, M./ Weidenmann, B. (2001): Geschichte, Gegenstandsbereich und Aufgaben der Pädagogischen Psychologie. In: A. Krapp, B. Weidenmann (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Weinheim: Beltz, 1–29.Google Scholar
  10. Prenzel, M./ Baumert, J./ Blum, W./ Lehmann, R./ Leutner, D./ Neubrand, M./ Pekrun, R./ Rolff, H.-G./ Rost, J./ Schiefele, U. (Hrsg.). (2004): PISA 2003. Der Bildungsstand der Jugendlichen in Deutschland — Ergebnisse des zweiten internationalen Vergleichs. Münster: Waxmann.Google Scholar
  11. Prenzel, M. (2005): Zur Situation der empirischen Bildungsforschung. In: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.): Impulse für die Bildungsforschung. Stand und Perspektiven (herausgegeben von H. Mandl und B. Kopp). Berlin: Akademie Verlag, 7–21.Google Scholar
  12. Roth, L. (2001): Pädagogik. Handbuch für Studium und Praxis. München: Oldenbourg.Google Scholar
  13. Wittrock, M.C. (1992): An empowering conception of educational psychology. In: Educational Psychologist, 27, 129–141.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

Authors and Affiliations

  • Manfred Prenzel
    • 1
  1. 1.Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN)Kiel

Personalised recommendations