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Vom Wohlfahrtspluralismus zu hybriden Organisationen – der theoretische Hintergrund der Arbeit

  • Kerstin Hämel
Part of the Sozialpolitik und Sozialstaat book series (SOZPOL, volume 18)

Zusammenfassung

Hybride Organisationen sind im Verständnis dieser Arbeit Organisationen, die mit verschiedenen Ressourcen, Zielen und Steuerungsmechanismen agieren, welche den Sphären Staat, Markt und Zivilgesellschaft zugeordnet werden können (vgl. Evers/Rauch/Stitz 2002; Evers 2005a). Das Konzept der hybriden Organisation knüpft an Überlegungen zu einem Pluralismus und pluralen Trägern der Wohlfahrtsproduktion an (Evers/Olk 1996a; vgl. Kap. 2.1) und betrachtet die Verschränkung pluraler Bezüge im Rahmen einer Organisation. Auch die Governance- und die Dritt-Sektor Forschung geben Hinweise auf das Entstehen und die Funktionsweise von solchen hybriden Organisationsarrangements (vgl. Kap. 2.2, 2.3). Dabei zeichnet sich im Diskurs ein erneutes Interesse an der Aufwertung der Beiträge von Zivilgesellschaft und Familie ab (vgl. Kap. 2.4). Allerdings ist zu diskutieren, dass heute staatliche Vorgaben, Wettbewerbsorientierung und die Aufforderung, Familie und gesellschaftliche Interessensgruppen stärker zu beteiligen, oft unvermittelt aufeinander treffen und noch wenig darüber bekannt ist, wie die zunehmend komplexer werdenden Steuerungsimpulse in Organisationen verarbeitet werden (können). Es wird argumentiert, dass der in den folgenden Abschnitten vorgenommene analytische Zugang zu hybriden Organisationsstrukturen durch eine historische Analyse ergänzt werden muss und dabei insbesondere auch auf Qualitätskonzepte und Leitbilder von sozialen Diensten, hier den Heimen, geschaut werden muss (vgl. Kap. 2.5 und 2.6).

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Kerstin Hämel
    • 1
  1. 1.Universität BielefeldBielefeldDeutschland

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