Peers

  • Robert Heyer
  • Christian Palentien
  • Aydin Gürlevik
Part of the Bildung und Gesellschaft book series (BILDUNGUG)

Zusammenfassung

Erstmals wurde in den 1960er- und 1970er Jahren dargestellt – und seitdem auch nicht mehr bestritten –, dass Kinder und Jugendliche aufgrund unterschiedlicher Sozialisationsmilieus auch unterschiedliche Chancen haben, sich zu gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekten zu bilden (vgl. Geulen 2002: 192). Im Kontext der PISA-Studien scheint dieser Zusammenhang insbesondere im Hinblick auf die Leistungen und den schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen heute wieder von Relevanz zu sein. Aber nicht nur die schulische Sozialisation ist für die Entstehung ungleicher Lebenschancen bedeutsam.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Abels, Heinz (2008): Lebensphase Jugend. In: Abels, Heinz/Honig, Michael-Sebastian/Saake, Irmhild/Weymann, Ansgar: Lebensphasen. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 77–157.Google Scholar
  2. Autorengruppe Bildungsberichterstattung (Hrsg.) (2010): Bildung in Deutschland. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Übergängen im Anschluss an den Sekundarbereich I. Bielefeld: Bertelsmann.Google Scholar
  3. Bäcker, Gerhard/Naegele, Gerhard/Bispinck, Reinhard/Hofemann, Klaus/Neubauer, Jennifer (2008): Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland. Band 1: Grundlagen, Arbeit, Einkommen und Finanzierung, 4. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  4. Baethge, Martin (1985): Individualisierung als Hoffnung und als Verhängnis. Aporien und Paradoxien der Adoleszenz in spätbürgerlichen Gesellschaften oder: die Bedrohung von Subjektivität. In: Soziale Welt, 3. S. 299–312.Google Scholar
  5. Baumert, Jürgen/Maaz, Kai/Trautwein, Ulrich (Hrsg.) (2010): Bildungsentscheidungen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  6. Becker, Rolf/Lauterbach, Wolfgang (Hrsg.) (2007): Bildung als Privileg. 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  7. Bertram, Hans/Kohl, Steffen: (2010): Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010: Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft. Deutsches Komitee für UNICEF. Köln.Google Scholar
  8. Böhnisch, Lothar (2010): Abweichendes Verhalten. Eine pädagogisch-soziologische Einführung. 4. Aufl., Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  9. Böhnisch, Lothar (2004): Männliche Sozialisation. Eine Einführung. Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  10. Bornschier, Volker (2007): Konflikt, Gewalt und Kriminalität und abweichendes Verhalten. Ursachen, Zeit- und Gesellschaftsvergleiche. Berlin: LIT Verlag.Google Scholar
  11. Breidenstein, Georg (2008): Peer-Interaktionen und Peer-Kultur. In: Helsper, Werner/Böhme, Jeanette (Hrsg.): Handbuch der Schulforschung. 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 945–964.Google Scholar
  12. Bronfenbrenner, Urie (1981): Die Ökologie der menschlichen Entwicklung. Natürliche und geplante Experimente. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  13. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.) (2008): Lebenslagen in Deutschland. Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Bonn.Google Scholar
  14. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.) (2005): Lebenslagen in Deutschland. Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Bonn.Google Scholar
  15. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (Hrsg.) (1998): Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland. 15. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch das HIS Hochschul- Informations-System. Bonn.Google Scholar
  16. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2005): Zwölfter Kinderund Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Deutschland. Bildung, Betreuung und Erziehung vor und neben der Schule. Berlin.Google Scholar
  17. Bundesministerium für Familie und Senioren (Hrsg.) (1994): Familien und Familienpolitik im geeinten Deutschland. Zukunft des Humanvermögens. 5. Familienbericht. Bonn.Google Scholar
  18. Butterwegge, Christoph (2010): Kinderarmut und Bildung. In: Quenzel, Gudrun/Hurrelmann, Klaus (Hrsg.): Bildungsverlierer. Neue Ungleichheiten. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 537–555.Google Scholar
  19. Deutsche Shell (Hrsg.) (2000): Jugend 2000. Bd.1. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  20. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Hrsg.) (2009): Drogen- und Suchtbericht. Bundesministerium für Gesundheit. Berlin.Google Scholar
  21. Dohmen, Günther (2001): Das informelle Lernen. Die internationale Erschließung einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen Lernens für das lebenslange Lernen aller. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn.Google Scholar
  22. Durkheim, Émile (1983): Der Selbstmord. 11. Aufl., Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  23. Ecarius, Jutta/Köbel, Nils/Wahl, Katrin (2011): Familie, Erziehung und Sozialisation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  24. Fend, Helmut (1998): Eltern und Freunde. Soziale Entwicklung im Jugendalter. Bern: Verlag Hans Huber.Google Scholar
  25. Ferchhoff, Wilfried (2007): Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Lebensformen und Lebensstile. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  26. Geulen, Dieter (2002): Subjekt, Sozialisation, „Selbstsozialisation“. Einige kritische und einige versöhnliche Bemerkungen. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 22, S. 186–196.Google Scholar
  27. Grunert, Cathleen (2006): Bildung und Lernen – ein Thema der Kindheits- und Jugendforschung. In: Rauschenbach, Thomas/Düx, Wiebken/Sass, Erich (Hrsg.): Informelles Lernen im Jugendalter. Vernachlässigte Dimensionen der Bildungsdebatte. Weinheim/München: Juventa. S. 15–34.Google Scholar
  28. Harring, Marius (2010): Freizeit, Bildung und Peers – informelle Bildungsprozesse im Kontext heterogener Freizeitwelten und Peer-Interaktionen Jugendlicher. In: Harring, Marius/Böhm-Kasper, Oliver/Rohlfs, Carsten/Palentien, Christian (Hrsg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 21–59.CrossRefGoogle Scholar
  29. Harring, Marius/Rohlfs, Carsten/Palentien, Christian (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Bildung. Kinder und Jugendliche in formellen, nicht-formellen und informellen Bildungsprozessen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  30. Harring, Marius (2007): Informelle Bildung – Bildungsprozesse im Kontext von Peerbeziehungen im Jugendalter. In: Harring, Marius/Rohlfs, Carsten/Palentien, Christian (Hrsg.): Perspektiven der Bildung. Kinder und Jugendliche in formellen, nicht-formellen und informellen Bildungsprozessen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 237–258.Google Scholar
  31. Heitmeyer, Wilhelm/Collmann, Birgit/Conrads, Jutta/Matuschek, Ingo/Kraul, Dietmar/Kühnel, Wolfgang/Möller, Renate/Ulbrich-Hermann, Matthias (1998): Gewalt. Schattenseiten der Individualisierung bei Jugendlichen aus unterschiedlichen Milieus. 3. Aufl., Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  32. Helsper, Werner/Böhme, Jeanette (2010): Jugend und Schule. In: Krüger, Heinz-Hermann/Grunert, Cathleen (Hrsg.): Handbuch Kindheits- und Jugendforschung. 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 619–659.Google Scholar
  33. Herwartz-Emden, Leonie/Schurt, Verena/Waburg, Wiebke (2010): Aufwachsen in heterogenen Sozialisationskontexten. Zur Bedeutung einer geschlechtergerechten interkulturellen Päd agogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  34. Hill, Burkhard (2002): Musik als Medium in der Jugendarbeit. In: Müller, Renate/Glogner, Patrick/Rhein, Stefanie/Heim, Jens (Hrsg.): Wozu Jugendliche Musik und Medien gebrauchen. Jugendliche Identität und musikalische und mediale Geschmacksbildung. Weinheim/München: Juventa. S. 195–207.Google Scholar
  35. Hitzler, Ronald/Niederbacher, Arne (2010a): Leben in Szenen. Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. 3. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  36. Hitzler, Ronald/Niederbacher, Arne (2010b): Forschungsfeld „Szenen“ – zum Gegenstand der DoSE. In: Harring, Marius/Böhm-Kasper, Oliver/Rohlfs, Carsten/Palentien, Christian (Hrsg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 91–103.CrossRefGoogle Scholar
  37. Hornstein, Walter (1990): Aufwachsen mit Widersprüchen. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  38. Hurrelmann, Klaus (2010): Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung. Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  39. Hurrelmann, Klaus (2008): Veränderte Bedingungen des Aufwachsens. In: Rohlfs, Carsten/Harring, Marius/Palentien, Christian (Hrsg.): Kompetenz-Bildung. Soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 53–67.Google Scholar
  40. Hurrelmann, Klaus (2001): Einführung in die Sozialisationstheorie. Über den Zusammenhang von Sozialstruktur und Persönlichkeit. 7. Aufl., Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
  41. Kästner, Mandy (2003): Peer-Education – ein sozialpädagogischer Arbeitsansatz. In: Nörber, Martin (Hrsg.): Peer Education. Bildung und Erziehung von Gleichaltrigen durch Gleichaltrige. 1. Aufl., Weinheim: Beltz. S. 50–64.Google Scholar
  42. Klocke, Andreas/Hurrelmann, Klaus (Hrsg.) (2001): Kinder und Jugendliche in Armut. Umfang, Auswirkungen und Konsequenzen. 2. Aufl., Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  43. Kopiez, Reinhard/Schramm, Holger (2008): Die alltägliche Nutzung von Musik. In: Bruhn, Herbert/Kopiez, Reinhard/Lehmann, Andreas C. (Hrsg.): Musikpsychologie. Das neue Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. S. 253–265.Google Scholar
  44. Krappmann, Lothar/Oswald, Hans (1995): Alltag der Schulkinder. Beobachtungen und Analysen von Interaktionen und Sozialbeziehungen. Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  45. Krüger, Heinz-Hermann/Grunert, Cathleen (2008): Peergroups. In: Coelen, Thomas/Otto, Hans-Uwe (Hrsg.): Grundbegriffe Ganztagsbildung. Das Handbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 382–391.CrossRefGoogle Scholar
  46. Lange, Elmar (2000): „Haste was, dann biste was !“. Kompensatorischer Konsum und Kaufsucht bei Jugendlichen. In: Thema Jugend. Zeitschrift für Jugendschutz und Erziehung. H. 2. S. 5–7.Google Scholar
  47. Müller, Renate/Glogner, Patrick/Rhein, Stefanie/Heim, Jens (2002): Zum sozialen Gebrauch von Musik und Medien durch Jugendliche. Überlegungen im Lichte kultursoziologischer Theorien. In: Müller, Renate/Glogner, Patrick/Rhein, Stefanie/Heim, Jens (Hrsg.): Wozu Jugendliche Musik und Medien gebrauchen. Jugendliche Identität und musikalische und mediale Geschmacksbildung. Weinheim/München: Juventa. S. 9–26.Google Scholar
  48. Olk, Thomas/Strikker, Frank (1991): Jugend und Arbeit. Individualisierungs- und Flexibilisierungstendenzen in der Statuspassage Schule/Arbeitswelt. In: Heitmeyer, Wilhelm/Olk, Thomas (Hrsg.): Individualisierung von Jugend. Gesellschaftliche Prozesse, subjek tive Verarbeitungsformen, jugendpolitische Konsequenzen. Weinheim/München: Ju venta. S. 159–193.Google Scholar
  49. Otto, Hans-Uwe/Rauschenbach, Thomas (Hrsg.) (2008): Die andere Seite der Bildung. Zum Verhältnis von formellen und informellen Bildungsprozessen. 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  50. Overwien, Bernd: Informelles Lernen. In: Coelen, Thomas/Otto, Hans-Uwe. (Hrsg.): Grundbegriffe Ganztagsbildung. Das Handbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 128–136.Google Scholar
  51. Prahl, Hans-Werner (2002): Soziologie der Freizeit. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  52. Rauschenbach, Thomas/Düx, Wiebken/Sass, Erich (Hrsg.) (2006): Informelles Lernen im Jugendalter. Vernachlässigte Dimensionen der Bildungsdebatte. Weinheim/München: Juventa.Google Scholar
  53. Scherr, Albert (2010): Cliquen/informelle Gruppen: Strukturmerkmale, Funktionen und Potentiale. In: Harring, Marius/Böhm-Kasper, Oliver/Rohlfs, Carsten/Palentien, Christian (Hrsg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 73–90.CrossRefGoogle Scholar
  54. Shell Deutschland Holding (Hrsg.) (2006): Jugend 2006. Eine pragmatische Generation unter Druck. Frankfurt am Main: Fischer.Google Scholar
  55. Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2010): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit. Deutschland. 2009 (Fachserie 1, Reihe 4.1.1). Wiesbaden. Online verfügbar unter http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichugen/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/StandEntwicklungErwerbstaetigkeit2010411097004,property=file.pdf (letzter Zugriff am 12. Jul. 2011).
  56. Strohmeier, Klaus P./Herlth, Alois (1989): Wandel der Familie und Familienentwicklung. In: Herlth, Alois/Strohmeier, Klaus P. (Hrsg.): Lebenslauf und Familienentwicklung: Mikroanalysen des Wandels familialer Lebensformen. Opladen: Leske + Budrich. S. 7–16.Google Scholar
  57. Zinnecker, Jürgen (1991): Jugend als Bildungsmoratorium. Zur Theorie des Wandels der Jugendphase in west- und osteuropäischen Gesellschaften. In: Melzer, Wolfgang (Hrsg.): Osteuropäische Jugend im Wandel. Ergebnisse vergleichender Jugendforschung in der Sowjetunion, Polen, Ungarn und der DDR. Weinheim/München: Juventa. S. 9–24.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012

Authors and Affiliations

  • Robert Heyer
  • Christian Palentien
  • Aydin Gürlevik

There are no affiliations available

Personalised recommendations