Advertisement

Begrenzte Ermöglichungen

Von der ‚Illusion der Chancengleichheit‘ in wissenschaftlichen Karrieren
Chapter
  • 8.4k Downloads

Zusammenfassung

Zu den Leitmodellen unserer westlichen Gesellschaft zählt das meritokratische Prinzip, nach dem jeder Mensch seinen ‚Platz‘ in der Gesellschaft auf der Grundlage seiner individuellen Leistung einnimmt. Dies gilt insbesondere für den Bildungserfolg und dem damit häufig zusammenhängenden beruflichen Status, den eine Person erlangt. Mit ihrem öffentlichen Bildungssystem, das jedem zugänglich sein soll, suggeriert die Meritokratie, dass jeder Mensch am Wettbewerb um Bildungstitel teilhaben könne und daher eine prinzipielle Chancengleichheit bestünde.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Baader, Meike Sophia, Peter Cloos, Maren Hundertmark und Sabine Volk. 2010. Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung aus der Perspektive sozialer Ungleichheit, hsrg. Hans-Böckler-Stiftung. Düsseldorf.Google Scholar
  2. Becker, Rolf und Wolfgang Lauterbach. 2010. Bildung als Privileg – Ursachen, Mechanismen, Prozesse und Wirkungen. In Bildung als Privileg. Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit, hrsg. Dieselben, 11-49. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  3. Bellenberg, Gabriele, Gertrud Hovestadt und Klaus Klemm. 2004. Selektivität und Durchlässigkeit im allgemeinbildenden Schulsystem. Rechtliche Regelungen und Daten unter besonderer Berücksichtigung der Gleichwertigkeit von Abschlüssen. (GEW-Studie Nr. 1015). In Chancenspiegel. Zur Chancengleichheit und Leistungsfähigkeit der deutschen Schulsysteme, hrsg. Bertelsmann Stiftung und Institut für Schulentwicklungsforschung 2012. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung.Google Scholar
  4. Bos, Wilfried, Irmela Tarelli, Albert Bremerich-Vos und Knut Schwippert. 2012. IGLU 2011. Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich. Münster: Waxmann.Google Scholar
  5. Boudon, Raymond. 1974. Education, Opportunity and Social Inequality. New York: Wiley.Google Scholar
  6. Bourdieu, Pierre. 1987. Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  7. Bourdieu, Pierre. 1996. Die Intellektuellen und die Macht, hrsg. Irene Dölling. Hamburg: VSA.Google Scholar
  8. Bourdieu, Pierre. 2001. Wie die Kultur zum Bauern kommt. Über Bildung, Schule und Politik. Schriften zu Politik & Kultur 4. Hamburg: VSA.Google Scholar
  9. Bourdieu, Pierre und Jean-Claude Passeron. 1971. Die Illusion der Chancengleichheit. Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreichs. Stuttgart: Ernst Klett Verlag.Google Scholar
  10. Bourdieu, Pierre und Jean-Claude Passeron. 1973. Grundlagen einer Theorie der symbolischen Gewalt. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  11. Bourdieu, Pierre und Helmut Köhler. 1981. Titel und Stelle. Über die Reproduktion sozialer Macht. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt.Google Scholar
  12. Büchner, Peter und Anna Brake. 2006. Bildungsort Familie. Transmission von Bildung und Kultur im Alltag von Mehrgenerationenfamilien. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  13. Brake, Anna und Peter Büchner. 2012. Bildung und soziale Ungleichheit. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  14. Bröckling, Ulrich. 2007. Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  15. El-Mafaalani, Aladin. 2012. BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus. Habitustransformation und soziale Mobilität bei Einheimischen und Türkeistämmigen. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  16. El-Mafaalani, Aladin. 2015. Ambivalenzen sozialer Mobilität. Zur Transformation des Habitus auf dem Weg von ganz unten in die ‚Elite‘. In Bildung – Macht – Elite. Zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten, hrsg. Angela Graf und Christina Möller, 69-95. Frankfurt am Main: Campus.Google Scholar
  17. Enders, Jürgen und Lutz Bornmann. 2001. Karriere mit Doktortitel? Ausbildung, Berufsverlauf und Berufserfolg von Promovierten. Frankfurt am Main: Campus.Google Scholar
  18. Geißler, Rainer. 2014. Die Sozialstruktur Deutschlands. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  19. Gomolla, Mechtild und Frank-Olaf Radtke. 2009. Institutionelle Diskriminierung. Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  20. Hartmann, Michael. 2002. Der Mythos von den Leistungseliten. Spitzenkarrieren und soziale Herkunft in Wirtschaft, Politik, Justiz und Wissenschaft. Frankfurt am Main: Campus.Google Scholar
  21. Hartmann, Michael. 2008. Gesellschaftliche Ungleichheit und Bildung: die Debatte in den 1960er Jahren und heute. In 1968 und die neue Restauration. Jahrbuch für Pädagogik 2008, hrsg. Armin Bernhard und Wolfgang Keim, 209-219. Frankfurt am Main: Peter Lang.Google Scholar
  22. Hasenjürgen, Brigitte. 1996. Soziale Macht im Wissenschaftsspiel. SozialwissenschaftlerInnen und FrauenforscherInnen an der Hochschule. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar
  23. Helsper, Werner, Rolf-Torsten Kramer und Sven Thiersch. 2014. Schülerhabitus. Theoretische und empirische Analysen zum Bourdieuschen Theorem der kulturellen Passung. Wiesbaden: Springer VS-Verlag.Google Scholar
  24. Heublein, Ulrich, Ulrike Spangenberg und Dieter Sommer. 2003. Ursachen des Studienabbruchs. Analyse 2002, hrsg. HIS GmbH (Hochschulplanung, 163). Hannover.Google Scholar
  25. Hänzi, Denis und Hildegard Matthies. 2014. Leidenschaft – Pflicht – Not. Antriebsstrukturen und Erfolgskonzeptionen bei Spitzenkräften der Wissenschaft und Wirtschaft. Leviathan. Sonderband 29. Erfolg. Konstellationen und Paradoxien einer gesellschaftlichen Leitorientierung: 246-264. hrsg. Denis Hänzi, Hildegard Matthies und Dagmar Simon. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  26. Isserstedt, Wolfgang, Elke Middendorff, Maren Kandulla, Lars Borchert, und Michael Leszczensky. 2010. Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland 2009. 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt von der HIS Hochschul-Informations-System eG. Bonn, Berlin.Google Scholar
  27. Jaksztat, Steffen. 2014. Bildungsherkunft und Promotion: Wie beeinflusst das elterliche Bildungsniveau den Übergang in die Promotionsphase? Zeitschrift für Soziologie 43 (4): 286-301.Google Scholar
  28. Jungbauer-Gans, Monika und Christiane Gross. 2012. Veränderte Bedeutung meritokratischer Anforderungen in wissenschaftlichen Karrieren. die hochschule 21 (2): 245-259.Google Scholar
  29. Krais, Beate. 2005. Die moderne Gesellschaft und ihre Klassen: Bourdieus Konstrukt des sozialen Raums. In Pierre Bourdieu: Deutsch-französische Perspektiven, hrsg. Catherine Colliot-Thélène, Etienne Francois und Gunter Gebauer, 79-105. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  30. Kramer, Rolf-Torsten. 2011. Abschied von Bourdieu? Perspektiven ungleichheitsbezogener Bildungsforschung. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  31. Kreibich, Heinrich und Simone C. Ehmig. 2010. Lesefreude trotz Risikofaktoren. Eine Studie zur Lesesozialisation von Kindern in der Familie. Schriftenreihe der Stiftung Lesen. Mainz.Google Scholar
  32. Lange-Vester, Andrea und Christel Teiwes-Kügler. 2004. Soziale Ungleichheiten und Konfliktlinien im studentischen Feld. Empirische Ergebnisse zu Studierendenmilieus in den Sozialwissenschaften. In Das kulturelle Kapital und die Macht der Klassenstrukturen. Sozialstrukturelle Verschiebungen und Wandlungsprozesse des Habitus, hrsg. Steffani Engler und Beate Krais, 159-187. Weinheim: Juventa.Google Scholar
  33. Lange-Vester, Andrea und Christel Teiwes-Kügler. 2013. Zwischen W3 und Hartz IV. Arbeitssituation und Perspektiven von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  34. Lenger, Alexander. 2008. Die Promotion. Ein Reproduktionsmechanismus sozialer Ungleichheit. Konstanz: UVK.Google Scholar
  35. Lörz, Markus, Heiko Quast und Jan Roloff. 2015. Konsequenzen der Bologna-Reform: Warum bestehen auch am Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium soziale Ungleichheiten? Zeitschrift für Soziologie 44 (2): 137-155.Google Scholar
  36. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. 2002. PISA 2000. Die Studie im Überblick. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Berlin.Google Scholar
  37. Merton, Robert K. 1985. Der Matthäus-Effekt in der Wissenschaft. In Entwicklung und Wandel von Forschungsinteressen, hrsg. Robert K. Merton, 147f. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  38. Middendorff, Elke, Wolfgang Isserstedt und Maren Kandulla. 2009. Das soziale Profil in der Begabtenförderung. Ergebnisse einer Online-Befragung unter allen Geförderten der elf Begabtenförderungswerke im Oktober 2008. HIS Projektbericht, hrsg. Hochschul-Informations-System GmbH und Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hannover.Google Scholar
  39. Möller, Christina. 2015a. Herkunft zählt (fast) immer. Soziale Ungleichheiten unter Universitätsprofessorinnen und -professoren. Weinheim (u. a.): Juventa.Google Scholar
  40. Möller, Christina. 2015b. Soziale Herkunft – kein Thema in wissenschaftlichen Karrieren? Über die Zusammenhänge zwischen den sozialen Ungleichheitsdimensionen soziale und nationale Herkunft sowie Geschlecht in der Professorenschaft. In Bildung – Macht – Elite. Zur Reproduktion sozialer Ungleichheit, hrsg. Angela Graf und Christina Möller, 153-180. Frankfurt am Main: Campus.Google Scholar
  41. Müller, Walter und Reinhard Pollak. 2010. Weshalb gibt es so wenige Arbeiterkinder in Deutschlands Universitäten? In Bildung als Privileg. Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit, hrsg. Rolf Becker und Wolfgang Lauterbach, 305-344. Wiesbaden: VS-Verlag.Google Scholar
  42. Ramm, Michael, Frank Multrus, Tino Bargel und Monika Schmidt. 2014. Studiensituation und studentische Orientierungen. 12. Studierendensurvey an Universitäten und Fachhochschulen. Bonn, Berlin.Google Scholar
  43. Schneickert, Christian. 2013. Studentische Hilfskräfte und MitarbeiterInnen. Soziale Herkunft, Geschlecht und Strategien im wissenschaftlichen Feld. Konstanz: UVK.Google Scholar
  44. Schwinn, Thomas. 2007. Soziale Ungleichheit. Bielefeld: transcript.Google Scholar
  45. Stabsstelle Qualitätsmanagement der Universität Konstanz 2015. Exmatrikuliertenbefragung 2010 bis 2014. Konstanz.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.PaderbornDeutschland

Personalised recommendations