Pierre Bourdieu: Pädagogische Lektüren pp 37-62 | Cite as
Plato und Heidegger als Wertanlage?
Zusammenfassung
Das theoretische Inventar, das Pierre Bourdieu in die sozialwissenschaftliche Diskussion einge führt hat, beansprucht, auch wesentliche Eigenheiten des Schulsystems forschungslo gisch fassbar und empirischer Untersuchung zugänglich zu machen. Bourdieu selbst hat das Schulsystem in um fangreichen Untersuchungen, wie etwa Die Illusion der Chancen gleichheit (gem. m. Passeron, 1971), Titel und Stelle (gem. m. Boltanski, de Saint Martin und Maldidier 1981), Die Erben (1985) oder Der Staatsadel (1989) immer wieder differen zierten Analysen unter zogen. Die Ausgangsüber legung Bourdieus besteht darin, es als so ziologisch unangemessen zu be trachten, ein soziales Feld lediglich aus seiner Selbstbe schreibung heraus zu verste hen und das Handeln der Akteure anhand der dieser Selbstbe schreibung immanenten Normen und Werte zu erklären. Gegen eine solche Sichtweise versucht Bour dieu zu zeigen, dass zentrale Momente dieses Handelns sich auf durch den im manenten Diskurs verschleierte Partikularinteressen zurückführen lassen, deren Wir kungslogik er durch die Begriffe des sozialen und kulturell en Kapitals ins Visier nimmt.
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