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Lebensphilosophie: Bergson

  • Gustav FalkeEmail author
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»Das dialektische Salz wird im unterschiedlosen Fließen von Leben weggeschwemmt.« (GS 6: 20) Der Satz lässt sich umdrehen: Adornos ursprüngliche philosophische Intention war es, Bergsons Lebensphilosophie dialektisch anzureichern. Tatsächlich nennt die NegativeDialektik, das Buch, in dem Adorno »die Karten auf den Tisch« (GS 6: 9) legen will, als »Träger philosophischer Moderne« (GS 6: 20), als Autor, der das wahre Interesse der Philosophie »nach dem geschichtlichen Stande« (GS 6: 19) verfolge, zuallererst und gleich eingangs Bergson . Hier wie oft kommt Husserl dazu, und weil Husserl »unvergleichlich viel akademischer« (GS 5: 54) ist und in der Tradition der klassischen deutschen Philosophie steht und seinerseits eine reiche Tradition begründet hat und weil es von Adorno ein Buch (neben der zu Lebzeiten unveröffentlichten Dissertation) zu ihm gibt, hat sich die Forschung, mit der großen Ausnahme von Kolakowski (Kolakowski 1979: 377, 400), eher an Husserl gehalten. Dabei war...

Literatur

  1. Benjamin, Walter (1974): Über einige Motive bei Baudelaire. In: Gesammelte Schriften I/2. Hrsg. v. Hermann Schweppenhäuser/Rolf Tiedemann. Frankfurt a. M.: 605–653.Google Scholar
  2. Bergson, Henri (1970a): Essai sur les données immédiates de la conscience. In: Ders.: Oeuvres. Paris: 1–157.Google Scholar
  3. Bergson, Henri (1970b): Introduction à la métaphysique. In: Ders.: Oeuvres. Paris: 1392–1432Google Scholar
  4. Kolakowski, Leszek (1979): »Die Frankfurter Schule und die kritische Theorie«. In: Ders.: Die Hauptströmungen des Marxismus. Dritter Band (Zerfall). München: 373–430.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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