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Metakritik der Erkenntnistheorie: Husserl

  • Petra GehringEmail author
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Die 1956 publizierte MetakritikderErkenntnistheorie, die zunächst DiephänomenologischenAntinomien heißen sollte, kann als eine Art Abschluss der bereits 1924 begonnenen expliziten Auseinandersetzung Adornos mit der Philosophie Edmund Husserls gelesen werden (GS 1: 7–77; GS 20/1: 46–118, 119–134; GS 5: 9–247). Zugleich handelt es sich bei der Metakritik um ein Dokument der programmatischen Selbstverständigung Adornos, in welchem er Aspekte seines Dialektikverständnisses und seiner Vorstellung eines kritischen Weltbezuges von Philosophie überhaupt schärft.

Die vier Kapitel des Buches, von denen drei auf Studien der Jahre 1934 bis 1937 basieren (GS 5: 387 f.), formen ein kompaktes Ganzes , dessen Motivfülle gleichwohl nicht auf einen einzigen Argumentationsgang zu reduzieren ist. Vor allem stellt Adorno Schwächen des phänomenologischen Programms heraus, welche Husserls Neuansatz der Philosophie auf selbstverschuldete »Unwahrheiten« zurückfallen lassen. Adornos Diagnostik will wiederum...

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.DarmstadtDeutschland

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