Advertisement

Materialismus: Kritische Theorie nach Marx

  • Ulrich RuschigEmail author
Chapter

Adorno sieht in der marxschen Kritik der Politischen Ökonomie die fortgeschrittenste und triftigste ökonomische Theorie – unverzichtbar als Fundament für jede Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft. Denn nach wie vor »wird Herrschaft über Menschen ausgeübt durch den ökonomischen Prozeß hindurch« (GS 8: 360). Wie zu Marx ’ Zeiten »ist die Gesellschaft Kapitalismus in ihren Produktionsverhältnissen . Stets noch sind die Menschen, was sie nach der Marxschen Analyse um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren: Anhängsel an die Maschinerie, nicht mehr bloß buchstäblich die Arbeiter, welche nach der Beschaffenheit der Maschinen sich einzurichten haben, die sie bedienen, sondern weit darüber hinaus metaphorisch, bis in ihre intimsten Regungen hinein genötigt, dem Gesellschaftsmechanismus als Rollenträger sich einzuordnen und ohne Reservat nach ihm sich zu modeln. Produziert wird heute wie ehedem um des Profits willen« (GS 8: 361). Solcherart Produzieren unterliegt Strukturgesetzen, nämlich...

Literatur

  1. Adorno, Theodor W. Archiv (Hrsg.) (2003): Adorno. Eine Bildmonographie, Frankfurt a. M.Google Scholar
  2. Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (1978): Wissenschaft der Logik. Erster Band. Die objektive Logik. Gesammelte Werke 11. Hrsg. v. F. Hogemann u. W. Jaeschke. Hamburg.Google Scholar
  3. Marx, Karl (1969): Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band. Berlin.Google Scholar
  4. Marx, Karl (1969a): Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Dritter Band. Berlin.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.OldenburgDeutschland

Personalised recommendations