Advertisement

Musik und Sprache

  • Susanne KoglerEmail author
Chapter

Dem Thema »Musik und Sprache« kommt in Adornos Denken ein besonderer Stellenwert zu: Erstens ist es entscheidend für die Konstitution seiner ästhetischen Theorie, die nicht zuletzt deshalb als musikalisch bezeichnet werden kann, weil sie sich vom traditionellen Gebrauch philosophischer Begriffe distanziert. »Die Entzauberung des Begriffs ist das Gegengift der Philosophie. Es verhindert ihre Wucherung: daß sie sich selbst zum Absoluten werde« (GS 6: 24). Bewusste Distanz zur philosophischen Tradition signalisiert auch der Untertitel MusikalischeSchriften, den Adorno für seine Textsammlungen Klangfiguren und Quasiunafantasia gewählt hat. Zweitens erweist sich die Beurteilung von Adornos kritischer Einstellung zur Sprache für die Rezeption und die Einschätzung seines Werkes im Kontext der Debatte um Moderne und Postmoderne als zentral.

Vereinfachend kann man hierbei zwei divergierende Interpretationstendenzen unterscheiden: Zum einen sehen Kritiker im Anschluss an Jürgen Habermas in...

Literatur

  1. Benjamin, Walter (1991): Gesammelte Schriften 2/1. Hrsg. v. Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser. Frankfurt a. M.Google Scholar
  2. Borio, Gianmario (2007): »La composition musicale. Sens et reconstruction«. In: Grabocz, Marta (Hrsg.): Sens et signification en musique. Paris.Google Scholar
  3. Cook, Nicholas (2007): »Musikalische Bedeutung und Theorie«. In: Becker, Alexander/Vogel, Matthias (Hrsg.): Musikalischer Sinn. Beiträge zu einer Philosophie der Musik. Frankfurt a. M.: 80–128.Google Scholar
  4. Metzger, Heinz-Klaus (1980): »Das Altern der Philosophie der Neuen Musik« (1957). In: Ders.: Musik wozu. Literatur zu Noten. Hrsg. v. Rainer Riehn. Frankfurt a. M.: 61–89.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.GrazÖsterreich

Personalised recommendations