Friedrich von Hardenberg (Novalis) pp 147-154 | Cite as
Abschließendes zur Rezeption
Zusammenfassung
In den früheren Kapiteln ist deutlich geworden, wie sehr die Ausgaben von Novalis Schriften, die Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck und Eduard von Bülow zusammengestellt hatten, die wissenschaftlich-kritische Rezeption für mehr als ein Jahrhundert bestimmten bzw. beeinträchtigten (zur redaktionellen Herstellung des »Novalis«-Mythos durch Schlegel, Tieck und von Bülow vgl. O’Brien 1992; zur Rezeptionsgeschichte vgl. Uerlings 1991, besonders S. 17–104 und 523–541). So folgte 1953–57 Ewald Wasmuth in seiner vierbändigen Edition der Werke, Briefe, Dokumente dem Beispiel von Tieck und Schlegel und organisierte die »Fragmente« nach ihren Hauptthemen anstatt sie chronologisch anzuordnen; zu dieser Zeit galt Friedrich von Hardenberg bei vielen Lesern und Kritikern immer noch als der zeitenthobene Mystiker, dessen Verkündungen mit den Umständen ihrer Entstehung nur wenig zu tun hatten.
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