Zusammenfassung
Der Versuch, in Problemstellungen der Sprachphilosophie einzuführen, scheint ob der Vielzahl der sprachphilosophischen Entwürfe ein schwieriges Unterfangen. Die Beschäftigung mit Sprache ist nicht erst in der Gegenwart besonders aktuell geworden, sondern erweist sich als kulturgeschichtliches Phänomen weit über unseren Zeitrahmen und über unseren kulturellen Rahmen hinaus. Die Utopie einer vollkommenen Sprache war nicht nur für die europäische Kultur von besonderer Bedeutung. Ebensowenig ist die babylonische Sprachverwirrung allein biblischen Ursprungs, vielmehr durchzieht dieses Thema die Geschichte aller Kulturen. Gleichzeitig geht damit der Versuch einher, der als Verwirrung gekennzeichneten Sprachenvielfalt durch Wiederentdeckung oder Erfindung einer allen Menschen gemeinsamen Sprache abzuhelfen (vgl. Eco 1997, S. 15). Insofern sind auch jene Fragestellungen der Philosophie, die sich auf irgendeine Art mit der Sprache befassen, in diesen kulturgeschichtlichen Kontext einzuordnen.
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