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Über Autonomie und Zweckfreiheit der Kunst in der Geschichte der ästhetischen Theorie der Moderne

  • Judith SiegmundEmail author
Chapter
Part of the Ästhetiken X.0 – Zeitgenössische Konturen ästhetischen Denkens book series (ÄZKäD)

Zusammenfassung

Dass die Autonomie der Kunst im 20. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert hinein eine so entscheidende Rolle spielte und teilweise noch spielt, hängt zu großen Teilen mit der Kant-Rezeption innerhalb der deutschsprachigen ästhetischen Theorie zusammen. Die Tatsache, dass sich eine bestimmte, jedoch nicht zwingende Lesart der Kritik der Urteilskraft herausgebildet hat, steht im Fokus des ersten Teilkapitels; damit verbunden ist die Frage nach der Historie der Herausbildung von kontingenten Lesarten der Kantischen ‚Zweckhaftigkeit ohne Zweck‘. Inwiefern hängt bei Kant die Zweckfreiheit mit dem Terminus des ‚interesselosen Wohlgefallens‘ zusammen und inwiefern lässt sich eine Vermischung der beiden Termini aufzeigen? Da der Kantische Terminus der ‚Zweckhaftigkeit ohne Zweck‘ im Abschn.  3.2 ausführlich behandelt wird, habe ich hier zunächst auf seine ausführliche Erläuterung verzichtet; vielmehr ist die leitende Fragestellung im vorliegenden Kapitel die Frage nach verschiedenen kunstphilosophischen Lesarten der Kantischen dritten Kritik, welche u. a. auch zu einer grundlegenden Verschiebung gegenüber Kants Version des Schönheitsurteils geführt haben.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HMDK StuttgartStuttgartDeutschland

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