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Der Kampf um das Gewöhnliche

  • Eike Brock

Zusammenfassung

Wirklich benötigt Albert Camus in seinem Roman Die Pest (1947) nicht mehr als drei einleitende Sätze, um eine philosophisch bedeutsame Frage aufzuwerfen: Wie verhalten sich das Gewöhnliche und das Außergewöhnliche (›seltsame Ereignisse‹) zueinander? Wie so oft in der Philosophie erweist sich auch diese Frage bei näherem Hinsehen als ein ganzer Fragenkomplex. So möchte man interrogativ wie folgt fortfahren: Passt das Außergewöhnliche tatsächlich nicht zum Gewöhnlichen? Immerhin könnte man Letzteres ja auch als eine Art Kontrastfolie betrachten, vor der das Außergewöhnliche als solches überhaupt erst in Erscheinung tritt. Angenommen, dem wäre so, sollte man das Gewöhnliche und das Außergewöhnliche dann nicht eher als komplementäre denn als einander widersprechende Größen betrachten? Wie also verhalten sich das Gewöhnliche und das Außergewöhnliche nun zueinander?

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Literatur

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  • Eike Brock

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