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Filmtheorie pp 303-318 | Cite as

Schlussbemerkungen – Perspektiven einer Phänomenologie des Films

  • Jens BonnemannEmail author
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Zusammenfassung

Eines der wesentlichen Ziele dieses Buchs besteht darin, jene filmtheoretischen Positionen, die aufgrund ihrer sowohl historischen wie auch systematischen Bedeutung ausgewählt worden sind, als ernst zu nehmende Beiträge für eine philosophische Ästhetik zu würdigen und zu diskutieren. Insgesamt ist festzustellen, dass sich der Schwerpunkt innerhalb der Filmtheoriegeschichte von werkästhetischen zu wirkungsästhetischen Problemstellungen verlagert, d. h. von der Frage, ob und wie Filme Kunst sein können, zu der Frage, wie Filme semiotisch decodiert, kognitiv verstanden oder leiblich erlebt werden. Bei der ersten Hälfte der Filmtheoriegeschichte handelt es sich also weitgehend um eine Werkästhetik, in der man sich an der Problematik des Kunstbegriffs abarbeitet, wobei die jeweiligen Positionen weitaus aktueller erscheinen, wenn man schlichtweg den Begriff ‚künstlerisch‘ durch den Begriff ‚mediengerecht‘ ersetzt.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PhilosophieUniversität JenaJenaDeutschland

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