Zusammenfassung
An einer Stelle des Romans Explosion umschreibt Fichte den Begriff Kopfkino mit Villon Kino. (Explosion, 368) Damit verdichtet er auf knappste Weise eine Verbindung, die seit dem Roman Die Palette besteht und immer wieder bekräftigt wird. Im 53. Kapitel der Palette, einem Gelenkstück des Romans, entwickelt Fichte ausführlich die Vorstellung vom Kino im Kopf und flicht darin eine Ballade von François Villon ein: Le Débat du Cœur et du Corps de Villon — Die Debatte zwischen Herz und Leib des Villon.
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Anmerkungen
- 1.Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. (Ausgabe in zehn Bänden). Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1979. S. 3966.Google Scholar
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- 23.Dieter E. Zimmer: Genauigkeit, ein Versteck — Gespräch mit Hubert Fichte. Abgedruckt in: Thomas Beckermann (Hrsg.): Hubert Fichte — Materialien zu Leben und Werk. Frankfurt/M.: Fischer, 1985. S. 89. Dabei handelt es sich um jenes Interview, das Fichte in Explosion als »Fake« entlarvt. Interessant ist noch, daß Fichte die Frage Zimmers zunächst nur mit »Empfindsamkeit« beantwortet hat und erst auf seine briefliche Bitte, doch jene Leser zu berücksichtigen, »die an einen bestimmten, ziemlich vergangenen, historischen Stil denken, wenn sie »Empfindsamkeit« hören« (Explosion, 223), die weitere Erklärung hinzufügte.Google Scholar
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