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Sormers, Armonía (eigtl. Armonía Liropeya Etchepare Locino)

  • Erna Pfeiffer
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Zusammenfassung

Die wohl rätselhafteste und eigenwilligste uruguayische Autorin, 1950 unter dem Pseudonym Armonía Somers schlagartig bekannt geworden durch ihren erotischen Roman La mujer desnuda, 1950 (Die nackte Frau), führte in Wirklichkeit ein recht unscheinbares Dasein: Geboren in der Provinz als Tochter eines anarchistischen Geschäftsmannes und einer tief katholischen Mutter, beginnt sie 1927, an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Montevideo zu studieren, damals eine der wenigen Möglichkeiten für Frauen, einen weiterfuhrenden Bildungsgang zu absolvieren. 1933 erhält sie ihr Abschlußdiplom, mit dem ihre erste Karriere als Pädagogin ihren Anfang nehmen sollte. Denn neben dem enfant terrible S. gibt es lange Zeit parallel Armonía Etchepare, die als anerkannte Lehrerin und Wissenschaftlerin wirkt und unaufhaltsam Karriere macht bis hin zur Direktorin des Pädagogischen Museums. Erst 1971 läßt sie sich in den Ruhestand versetzen und widmet sich von da an nur noch ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Nach ihrem stürmischen Debüt hatte S. bald für den nächsten Skandal gesorgt, mit der ebenfalls anstoßerregenden Titelgeschichte ihres Erzählbandes El derrumbamiento, 1953 (Der Zusammenbruch), in der sie symbolisch die alte Ordnung von Bigotterie, Puritanismus und Rassismus zusammenbrechen läßt. Trotz der allgemeinen Empörung, die die Geschichte einer Marienstatue hervorruft, die von einem schwarzen Delinquenten aus ihrer erstarrten Jungfernschaft erlöst wird, erhält der Band noch im selben Jahr einen wichtigen Literaturpreis.

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Lit.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1998

Authors and Affiliations

  • Erna Pfeiffer

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