Bemerkungen über die Legende vom Christentum Senecas

  • Arnaldo Momigliano
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Zusammenfassung

(I) Bereits Tertullian war überzeugt, daß die Philosophie Senecas der christlichen Lehre nahestehe: »Seneca saepe noster« (Seneca ist häufig der unsere).2 Minucius Felix, wann immer er auch gelebt haben mag, kannte und benutzte Seneca, ohne ihn im übrigen zu zitieren. Mit Laktanz nimmt hingegen die Billigung seines Denkens von Seiten des Christentums festere Formen an, und er gilt als »omnium Stoicorum acutissimus« (der scharfsinnigste aller Stoiker). Seneca hätte ein gläubiger Anhänger des wahren Gottes sein können, wenn jemand ihm den Weg gewiesen hätte (»potuit esse verus Dei cultor, si quis Uli monstrasset«). Laktanz schrieb um 325 n. Chr., und es ist offensichtlich, daß er von einem Briefwechsel zwischen Seneca und Paulus nichts gehört hatte.3

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Literatur

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  3. W. Speyer, Die literarische Fälschung im heidnischen und christlichen Altertum, München 1971. Ders. Bücherfunde in der Glaubenswerbung der Antike, Göttingen 1970.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1999

Authors and Affiliations

  • Arnaldo Momigliano

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