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Verdi-Theater pp 203-222 | Cite as

Bilder von Weiblichkeit in Verdis Opern

  • Susanne Vill
Chapter

Zusammenfassung

In der Zeit von 1837 bis 1892, einem Zeitraum von 55 Jahren also, komponierte Verdi 26 Opern; zwei davon wurden in Bearbeitungen stark verändert und unter neuen Titeln herausgebracht. Verdis Interesse an Geschichte und Politik, sein Engagement im Risorgimento brachten es mit sich, daß seine Sujets hauptsächlich von Männern, ihren Ideen und Konflikten bestimmt sind. In den meisten dieser Werke stehen — durchaus zeittypisch — mehrere, z.T. zahlreiche Männer einer, höchstens zwei Frauen gegenüber, die allenfalls von Dienerinnen oder Hofdamen begleitet werden. Das Bild der vereinzelten Frau in einer meist feindlichen Welt von Männern, denen sie oft hilflos ausgeliefert ist, dominiert. Das Handeln der Frauen setzt meist in einer von Männern geschaffenen Situation ein, beeinflußt den Fortgang dann jedoch oft wesentlich. In einigen wenigen Fällen bestimmen die Frauen die Ausgangssituation und die Entwicklung der Handlung entscheidend.

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Notizen

  1. 1.
    Vgl. Erika Fischer-Lichte, Geschichte des Dramas. Epochen der Identität auf dem Theater von der Antike bis zur Gegenwart, Tübingen 1990, Bd. 2, S. 90 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Erich Neumann, Die große Mutter, Olten 1989.Google Scholar
  3. 3.
    Francesco Maria Piave, Macbeth, deutsch von Georg Göhler, Leipzig (Ricordi) 1928, S. 30 f.Google Scholar
  4. 4.
    Rolf Kloiber/Wulf Konoid, Handbuch der Oper, München 1973, Bd. 2, S. 910.Google Scholar
  5. 9.
    Ina Schabert (Hg), Shakespeare Handbuch, Stuttgart 1978, S. 611.Google Scholar
  6. 11.
    Francesco Maria Piave/Arrigo Boito, Simon Boccanegra; wörtliche Neuübersetzung von Brigitte Kagerer in: Programmheft der Bayrischen Staatsoper München, Spielzeit 1980/81, S.64.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1997

Authors and Affiliations

  • Susanne Vill

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