Zusammenfassung
P. gehört mit Hippias von Elis zur zweiten Generation der Sophisten, nach Protagoras und Gorgias. P. ist der einzige der vier großen Sophisten der griechischen Aufklärung, über den Platon keinen eigenen Dialog verfaßt hat; doch läßt er ihn im Protagoras auftreten und erwähnt ihn in vielen anderen Dialogen mit großem Respekt: ein »rechtschaffener Sophist«. Xenophon nennt ihn in seinem Gastmahl als armen Lehrer des reichen Kallias, läßt Sokrates in seinen Erinnerungen an Sokrates P.’ berühmten Mythos von »Herakles am Scheideweg« erzählen. Aristophanes hebt in den Wolken P.’ Weisheit und Einsicht hervor, nachdem er ihn in den Garköchen als Verderber der Jugend schmähte, was neben dem Vorwurf des Atheismus zu der späteren, nur in der Suda belegbaren Behauptung geführt haben mag, die Athener hätten P. dasselbe Schicksal bereitet wie Sokrates. Aristoteles kritisiert in seiner Topik P.’ Synonymik, beruft sich in der Rhetorik auf dessen Rat, die Zuhörer, sobald sie dazu neigen einzuschlafen, an die von ihnen bezahlten fünfzig Drachmen zu erinnern.
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