Dekonstruktion. Lesen, Schrift, Figur, Performanz

  • Bettine Menke
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Zusammenfassung

Der Begriff der Dekonstruktion wird — zunächst, aber natürlich nicht nur — mit zwei Namen verbunden: Jacques Derrida (1930) und Paul de Man (1919 – 1983); damit ist zugleich an zwei Orte zu denken: Frankreich und Amerika, und damit ist Dekonstruktion auf zwei verschiedene Kontexte bezogen und bekam zwei institutionelle Orte: Philosophie und Literaturwissenschaften (daran schließt sich eine Diskussion um das Verhältnis von ›Philosophie‹ und ›Literatur‹ an). Die Spezifität von »Dekonstruktion in Amerika«, wo Derrida 1966 mit Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen (1976) in die Diskussion eintrat und de Man der wohl wichtigste Protagonist der von Yale ausgehenden und einflußreichen dekonstruktiven Literaturkritik war (vgl. Deconstruction and Criticism), hat Derrida selbst mit der Frage nach Politik, Erinnerung, Gerechtigkeit verbunden (1988b). Mit »Dekonstruktion« werden einerseits die erwähnten Namen und mit diesen eine Theorieentwicklung assoziiert (die sich mit weiteren Namen verbindet, von denen einige auf den folgenden Seiten zu finden sind). Dekonstruktion bezeichnet aber anderseits eine Bewegung des theoretischen, des ›analytischen‹ Lesens, der Textmanöver gegenüber (und in) philosophischen Modellen — auch der Literatur. Derrida hat u. a. Platon, Rousseau, Kant, Hegel, Nietzsche, Freud, Heidegger, Lévi-Strauss, Mallarmé, Kafka, Artaud, Bataille, Joyce, Celan, Genet gelesen, de Man Rousseau, Nietzsche, Wordsworth, Shelley, Keats, Kleist, Baudelaire.

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  • Bettine Menke

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