Zusammenfassung
Bereits in Maulbronn (1788) hatte Hölderlin Longins Schrift ‘Über das Erhabene’ gelesen.1 Die frühe Longin-Kenntnis vertiefte er zehn Jahre später, als er an den dichtungstheoretischen Beiträgen für sein Journal ‘Iduna’, das 1799 erscheinen sollte, arbeitete. Unter den Beiträgen kommt der Longin-Auseinandersetzung ein spezifischer Ort zu: Sie findet sich in einer Sammlung von sieben Aphorismen, die als geschlossene Gruppe in das Journal eingehen sollten. Nach dem Scheitern des ‘Iduna’-Projektes blieben die Aphorismen unveröffentlicht, in der kritischen Ausgabe von Beißner wurden sie unter dem Titel ‘Reflexion’, in der Frankfurter Ausgabe als ‘Sieben Maximen’ ediert.2
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Notizen
- 10.Albrecht Seifert, Untersuchungen zu Hölderlins Pindar-Rezeption, München 1982, S. 63–79.Google Scholar
- 23.Vgl. Momme Mommsen, Hölderlins Lösung von Schiller. Zu Hölderlins Gedichten ‘An Herkules’ und ‘Die Eichbäume’ und den Übersetzungen aus Ovid, Vergil und Euripides. JDSG 9, 1965, S. 202–244.Google Scholar
- 60.Karl Viëtor, Die Idee des Erhabenen in der deutschen Literatur. In: K.V., Geist und Form. Aufsätze zur deutschen Literaturgeschichte, Bern 1952, S. 234–266, insbes. S. 239.Google Scholar
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