Zusammenfassung
Als P. M. D.’ kompositorische Laufbahn Mitte der fünfziger Jahre begann, hatte sich in Mitteleuropa die Musik Stockhausens, Nonos und Boulez’ an den Zentren der Neuen Musik durchgesetzt. Großbritannien blieb zunächst noch unberührt vom Aufbruch der Avantgarde in Deutschland und Frankreich. Mit Birtwistle und Alexander Goehr gehörte D. zur ersten englischen Komponistengeneration, die sich von den Entwicklungen der seriellen Musik, wie sie Boulez und Stockhausen als selbsternannte Erben Weberns vertraten, nachdrücklich beeinflussen ließ. Dabei leiteten sie aber die Grundlagen des strengen Komponierens (in Reihen oder reihenähnlich) eher aus der alten kontrapunktischen Musik ab als aus der Weberns. Der Rückbezug auf die Tradition war besonders für D. immer eines der entscheidenden Momente seines kompositorischen Handwerks. Auch schienen für ihn die Wurzeln der Moderne (etwa im Expressionismus) mit ihrer offenen Suche nach neuen Ausdrucksformen weitaus wichtiger zu sein als regelhaftes Komponieren.
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Literatur
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