Zusammenfassung
Die Diskussion um die romantische Lyrik war bis weit in die sechziger Jahre hinein geprägt durch eine weitgehende Gleichsetzung von ›Romantik‹ und ›Lyrik‹ — dem entsprach nicht einmal eine Vorrangstellung der Lyrik als Gattung bei den Romantikern — , von ›romantischer Lyrik‹ und ›Erlebnislyrik‹ und/oder ›Stimmungslyrik‹ sowie von ›romantischer Lyrik‹ und ›Lyrik schlechthin‹ oder dem ›Wesen des Lyrischem.
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Notizen
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- 9.Vgl. auch Apel: Die Zaubergärten der Phantasie, 1978, S. 128ff.Google Scholar
- 10.Vgl. dazu die Besprechung von Jauss in: Romanische Forschungen 77, 1965, S. 174–183.Google Scholar
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- 13.Wirkliche Belege für eine Novalis-Lektüre Nervals fehlen auch bei Haase: Nerval’s Knowledge of Novalis: A Reconsideration. In: Romance Notes 22, 1981, S. 53–57. Haase macht aber mehr noch als Furst wahrscheinlich, daß Nerval Werke von Novalis kannte.Google Scholar
- 15.Vietta: Sprache und Sprachreflexion in der modernen Lyrik, 1970.Google Scholar
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- 19.Adorno, Theodor W.: Zum Gedächtnis Eichendorffs. In: Noten zur Literatur, Bd. 1. Frankfurt am Main 1971 (Bibliothek Suhrkamp, Bd. 47), S. 105–145, S. 119.Google Scholar
- 22.Von Matt: Die Polarisierung von erotischer und geistlicher Lyrik als Strukturprinzip des romantischen Gedichts. In: Romantik in Deutschland, 1978, S. 584–599.Google Scholar
- 23.Eibl: Prodesse et delectare. In: Historizität in Sprach- und Literaturwissenschaft, 1974, S. 281–293.Google Scholar
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- 30.Vgl. dagegen etwa Langen: Zur Lichtsymbolik der deutschen Romantik. In: Märchen, Mythos, Dichtung, 1963, S. 447–485. Langen hat die Lichtsymbolik als die in der Romantik wichtigste Trope hieroglyphischen Verweisens auf die in allem Seienden gegenwärtige Weltseele wie auf die Transzendenz beschrieben. Er gibt eine weitgehend deskriptive Zusammenstellung von Motiven aus Literatur und Malerei, die sich fast alle auch bei Hardenberg finden: Aufschwung zum Himmel, Blick aus der Höhe in die lichterfüllte Landschaft, Durchbruch zum Licht, Tageszeitenmetaphorik, die Verbindung von Licht und Klang u.a.m. Langen betont die Bedeutung Hamanns für die romantische Sprachauffassung, übersieht aber den Unterschied zwischen der aufklärerischen und der frühromantischen Deutung des ›sinnlichen Gleichnisses‹. Zumindest Hardenberg — für Hamann sei es dahingestellt — orientiert sich dabei nicht mehr an einer Metapher, die »in ihrer Identität von Zeichen und Bezeichnetem eine Urform symbolischer Kunst« (449) ist.Google Scholar
- 31.Von Bormann: Romantik, 1983, S. 273f.Google Scholar
- 32.De la Motte-Haber: »Es flüstern und sprechen die Blumen …«. In: LiLi 9, 1979, S. 70–79.Google Scholar
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