Die Femme Fatale pp 14-73 | Cite as
Dämonisierung des Weiblichen im Fin de siècle
Konstitutionsbedingungen und Bedeutungshorizont der Femme fatale
Chapter
Zusammenfassung
In seinem Buch »La carne, la morte e il diavolo nella letteratura romantica« (zuerst 1930) weist Mario Praz mit einer Fülle von Belegen die Bezüge zwischen romantischer und ästhetizistischer Literatur nach. Treffend läßt sich seither die Décadence der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als »Schwarze Romantik« begreifen. Die Femme fatale oder »La Belle Dame sans Merci« — wie der programmatische Titel eines Gedichtes von Keats lautet — gehört in diese Tradition. Ihr vielfältiges und sehr unterschiedliches Erscheinungsbild zeichnet Praz nach:
»… seit Beginn der Romantik (läßt sich) eine traditionelle Linie des Vamps nachweisen. In schematischer Vereinfachung könnte man die Reihe mit Lewis’ Mathilda beginnen lassen; sie entwickelt sich einerseits zu Chateaubriands Velléda und Flauberts Salammbô, andererseits zu Mérimées Carmen, Sues Cécily und Pierre Louys’ Conchita.«1
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