Zusammenfassung
Dies Buch thematisiert die Geschichte der Germanistik in der Phase 1806–1848. Die beiden Grenzdaten bestimmen als politische Wendemarken die essayistischen Beiträge in inhaltlicher wie theoretischer Hinsicht. Demnach unterscheiden sie sich von früheren thematisch verwandten Darstellungen dadurch, daß sie keine immanente Wissenschaftsgeschichte — weder als Hagiographie irgendwelcher Wissenschafts-›Väter‹, noch als eigendynamische Methoden- oder Geistesgeschichte — betreiben, sondern wissenschaftssoziologisch verfahren. Ausgehend von dem Befund, daß die Etablierung der Germanistik als Universitätswissenschaft, daß die Entstehung der nationalen Literaturgeschichtsschreibung und daß schließlich die Einrichtung des schulischen Deutschunterrichts zusammenfallen mit der revolutionären Kampfphase der deutschen Bourgeoisie und mit der industriellen Revolution, konvergieren alle Beiträge in einer Funktionsanalyse: nämlich in Erörterung der Frage, welchem Entwicklungsstand der Produktivkräfte und welcher dadurch gegebenen gesellschaftlichen Bedürfnisstruktur diese Germanistik entsprach.
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