Prolegomena zu einer Geschichte des Concertos für unbegleitetes Cembalo
Zusammenfassung
Obwohl Arnold Schering bereits 1905 erkannte: „Ohne Zweifel ist die Litera-tur dieser Klavier-Solokonzerte reicher als man bisher angenommen“1, hat diese Gattung bisher in der Musikhistorie nur eine periphere Beachtung gefun-den. Das verwundert umso mehr, als ihr eines der bis heute bekanntesten und beliebtesten Stücke des klavieristischen Repertoires angehört. Johann Sebastian Bachs Concerto nach italienischen Gusto BWV 971 erschien bekanntlich erstmals gedruckt in der Zusammenstellung mit der Overtüre nach französi-scher Art BWV 831 1735 im Zweyte(n) Teil der Clavier-Übung. Vier Jahre nach seinem Erscheinen wurde es von Johann Adolph Scheibe als „Muster eines wohleingerichteten einstimmigen Concerts“ bezeichnet. Scheibe fügte hinzu: „Wir werden auch noch zur Zeit sehr wenige, oder fast gar keine Con-certen von so vortrefflichen Eigenschaften, und von einer so wohlgeordneten Ausarbeitung aufweisen können. Ein so großer Meister der Musik, als Hen-Bach ist, der sich insonderheit des Claviers fast allein bemächtiget hat, und mit dem wir den Ausländern ganz sicher trotzen können, mußte es auch seyn, uns in dieser Setzart ein solches Stück zu liefern, welches den Nacheifer aller unse-rer großen Componisten verdienet, von den Ausländern aber nur vergebens nachgeahmet werden‟2.
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Notizen
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