Im Zeichen des Imperialismus

  • Wolfgang Beutin
  • Klaus Ehlert
  • Wolfgang Emmerich
  • Helmut Hoffacker
  • Bernd Lutz
  • Volker Meid
  • Ralf Schnell
  • Peter Stein
  • Inge Stephan
Chapter

Zusammenfassung

Mit der seit der Reichsgründung sich voll durchsetzenden Entwicklung zur modernen kapitalistisch-industriellen Produktion einschließlich der Herausbildung von Konzernen und Großbanken etablierte sich endgültig das Proletariat als Klasse, welche durch ihre vielfältigen Organisationsformen wachsenden Einfluß auf das politische, gesellschaftliche und literarische Leben zu nehmen versucht. Trotz all dieser Bemühungen bleibt aber die Literatur in diesem Zeitraum ganz bürgerliche Literatur, auch dort, wo sie antibürgerliche Züge annimmt. Die für diese Epoche partiell feststellbare »Ausbürgerung« des künstlerischen Schaffens aus dem offiziellen Kulturbetrieb, der Rekurs des literarischen Autors auf seine Innerlichkeit, die Stilisierung des künstlerischen und dichterischen Schaffensprozesses zu einem gleichsam weihevollen Akt, der gesuchte Widerspruch von »Kunst und Leben«, »Ich und Welt« — all jene Erscheinungen werden oft damit erklärt, daß sich das Bürgertum seiner ehemaligen, vom Vernunftoptimismus bestimmten Fortschrittsideale im Laufe dieses Jahrhunderts entledigt habe und nun in eine »Stagnations- bzw. Dekadenzphase« eingetreten sei.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 1994

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beutin
  • Klaus Ehlert
  • Wolfgang Emmerich
  • Helmut Hoffacker
  • Bernd Lutz
  • Volker Meid
  • Ralf Schnell
  • Peter Stein
  • Inge Stephan

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