Zusammenfassung
Der Tod reißt schmerzliche Lücken, die man provisorisch mit Erinnerungen füllt, um damit fertig zu werden. Heine kannte sich gut aus mit der Erinnerung und widmete ihr viele Gedichte und Prosa-Texte. In den »Elementargeistern« nannte er die Vergangenheit die »eigentliche Heimath« der Seele (DHA IX, 52) und verstand sich auf die Merkmale der Mnemonik, der Lehre von der Erinnerung. Man ersieht es aus dem 10. Kapitel des »Schnabelewopski« (DHA V, 181). Mnemonik leitet sich ab von Mnemosyne, bei den Griechen die Muse der Erinnerung. Auch in diesem Punkt kann man von Heine lernen.
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Anmerkungen
- 1.Vgl. Marianne Tilch: »Impertinenz und Unverschämtheit«, »Zudringlichkeiten und freche Stirn«. Friedrich Steinmanns Heine-Fälschungen. — In: »… und die Welt ist so lieblich verworren«. Heinrich Heines dialektisches Denken. Festschrift für Joseph A. Kruse. Hrsg. von Bernd Kortländer und Sikander Singh. Bielefeld 2004, S. 477–490.Google Scholar
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