Reformation

  • Volker Leppin
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Zusammenfassung

1. In der von Deutschland ausstrahlenden Reformation flossen soziale, politische und religiöse Entwicklungen zusammen. Die verschiedenen Motive wurden religiös durch Schriftprinzip und Rechtfertigungslehre gebündelt. Die aus dem Innern der Kirche vorgebrachte Kritik an dieser selbst führte zu einem Zerbrechen der mittelalterlichen Vorstellung von einer einheitlichen Christenheit, dem Corpus cbristianum; an seine Stelle traten die nebeneinander bestehenden Konfessionskirchen. In den protestantischen Landeskirchen entstand dabei ein neuer Typus christlicher Religiosität, den eine rationale, predigtorientierte Frömmigkeit und eine neue, positive Bewertung des weltlichen Berufslebens prägten. Die rechtliche Unterscheidung von Klerikern und Laien wurde aufgehoben, an die Stelle des Priesterstandes trat der Stand akademisch gebildeter Prediger.

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  • Volker Leppin

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