Wie unser Selbstbewußtsein zum Bewußtsein unserer Fremderkenntnis von Objekten wird

  • Gerold Prauss

Zusammenfassung

Was wir nunmehr zu versuchen haben, werden Sie nur mitverfolgen können, wenn Sie schon von vornherein voll überblicken, welcher Problematik wir uns damit stellen müssen. Kann es doch nicht fraglich sein, daß Selbsterkenntnis eines Selbstbewußtseins auftritt, nämlich jedesmal, wenn ein Subjekt durch »ich« sich auf sich selbst bezieht. Denn was auch immer diesem »ich«, das ja recht eigentlich ein »Ich …« bedeutet1, dann im einzelnen noch folgen mag, — in jedem Fall nimmt ein Subjekt dadurch Bezug auf sich als Selbstbewußtsein jener in sich dreistufigen Absicht oder Intention. Nur nimmt als diese oder dieses ein Subjekt erst einmal ausschließlich auf etwas Anderes als sich Bezug, auf ein Objekt, um es als den Erfolg für sich auch zu erwirken. Deshalb ist ein Subjekt ein thematisierendes Bewußtsein dabei auch ausschließlich als das Fremdbewußtsein einer Fremderkenntnis vom Objekt als diesem Anderen, wogegen ein Subjekt das Selbstbewußtsein von sich selbst dabei noch nicht als ein thematisierendes Bewußtsein von sich selbst ist. Vielmehr ist genau in diesem Sinn das dreistufige innere Intentionalitätsgefüge jeder Absicht oder Intention auch förmlich ein Intentionalitätsgefälle, nämlich weg vom Intendieren hin zum Intendierten: zum Erfolg als dem durch Intendieren erst noch zu verwirklichenden Objekt.

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  • Gerold Prauss

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