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CAQDAS in der Frame Analysis

  • Thomas König

Zusammenfassung

Anhand der Entwicklungsgeschichte der „Rahmenanalyse“ wird ein Konzept von Frames entwickelt. Im Anschluss wird eine Methodologie skizziert, mit Hilfe derer Frames empirisch unter Zuhilfenahme von computerunterstützter qualitativer Datenanalyse (CAQDAS) identifiziert werden können.

Wurden Frames in der Anfangsphase der Framing-Forschung zunächst als Selektions-, Hervorhebungsund Darstellungsmechanismen, die aus internalisierten Ideen über die Existenz, Bedeutung und Konsequenz von Phänomenen bestehen, konzipiert, so findet man in jüngerer Zeit vermehrt Konzeptionen von Frames, die eine bewusste Betreibung von Frames mit dem Ziel der Einschränkung des Interpretationraumes implizieren. Die bewussten und einschränkenden Aspekte von Frames werden nicht zuletzt deshalb betont, weil sie einfacher als das ursprüngliche Konzept zu messen sind.

Neuere CAQDAS-Applikationen vereinfachen jedoch auch eine Messung latenter Frames mittels Schlüsselbegriffen und Kombinationen von diesen. Dabei kommen die mannigfaltigen Such- und Codierfunktionen von CAQDAS zu tragen. Am Beispiel von in einem Webforum gesammelten Diskursdaten wird der sinnvolle Einsatz dieser Funktionen in der Framing-Forschung illustriert.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Obwohl D’Angelo (2002) ansonsten nicht mit Entman konform geht, sieht er ebenfalls frames als be wusst eingesetzte Diskursmechanismen: „Frames are powerful discursive cues“ (873).Google Scholar
  2. 2.
    Implizit ist der „balancing frame“ (Ferree et al. 2002: 107) Teil des Konflikt-frames.Google Scholar
  3. 3.
    Inhaltlich fast identisch mit dem frame „soziale Gerechtigkeit“ von Ferree et al. (2002: 108).Google Scholar
  4. 4.
    http://www.ssc.wisc.edu/abortionstudy (letzter Zugriff: 6. Oktober 2003).
  5. 5.
    http://www.leximancer.com, letzter Zugriff: 28. Februar 2004; eine Liste von Wortclusteringprogrammen findet sich unter: http://www.lboro.ac.uk/research/mmethods/research/software/stats.html#map (letzter Zugriff: 28. Februar 2004).
  6. 6.
    http://wortschatz.uni-leipzig.de (letzter Zugriff: 28. Februar 2004); für weitere Wortkarten siehe: http: //www.lboro.ac.uk/research/mmethods/resources/analysis/linguistic.html, (letzter Zugriff: 28. Februar 2004).
  7. 7.
    http://www.cdu.de/forum/main.htm (letzter Zugriff: 28. Februar 2004).
  8. 8.
    Detaillierte Ergebnisse sind unter http://www.lboro.ac.uk/research/mmethods/research/software/framing.html (letzter Zugriff: 28. Februar 2004) zu fmden.

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Thomas König

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