Objektorientierte Referenzmodellierung pp 225-227 | Cite as
Resümee und weiterer Forschungsbedarf
Zusammenfassung
Die Erstellung und Verwendung von Referenzmodellen kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Konstruktion und Optimierung (Unternehmens-) spezifischer Modelle zu fördern. An derartige Referenzmodelle sind spezifische Anforderungen zu stellen, die über die Anforderungen an unternehmensindividuelle Modelle hinausgehen. Den Konzepten des objektorientierten Paradigmas werden Vorteile zugeschrieben, die mit den Anforderungen an Referenzmodelle korrespondieren. Die Kapselung von Mikrostruktur und Mikroverhalten in Klassen kann im Vergleich zur Datenmodellierung zu semantisch reichhaltigeren und damit verständlicheren Modellen fuhren, wenn nicht-triviale Methoden modelliert werden. Das Konzept der Vererbung dient der Abbildung einfacher Varianten einer Klasse im Referenzmodell. Wesentliches Defizit des objektorientierten Paradigmas ist, daß Klassen zur Strukturierung von fachkonzeptuellen Referenzmodellen zu feingranular sind und für die erforderliche Komplexitätsreduktion umfangreicher Referenzmodelle nicht ausreichen. Am Beispiel der UML wurde gezeigt, daß objektorientierte Modellierungsnotationen für die Modellierung fachkonzeptueller Prozeßmodelle nicht geeignet sind und daß sowohl bei der Struktur- als auch bei der Verhaltensmodellierung keine spezifischen Konstrukte zur Abbildung von Varianten existieren. Für Zwecke der Referenzmodellierung wird die Notation der Ereignisgesteuerten Prozeßketten mit dem Klassendiagramm der UML integriert, um das Verhalten eines Systems adäquat abbilden zu können. Darüber hinaus wurde gezeigt, wie Konstrukte zur Abbildung von Varianten aus der daten- bzw. prozeßorientierten Referenzmodellierung auf die objektorientierte Referenzmodellierung übertragen werden können.
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Literatur
- 612.Es wird somit nicht der Auffassung von bspw. Schienmann gefolgt, daß der objektorientierte Ansatz kein geeignetes Mittel für die Problem- und Anforderungsanalyse darstellt. Vgl. Schienmann (1995), S. 164.Google Scholar