Zum Wertbezug der Soziologie Max Webers und ihrer Aktualität

  • Hansfried Kellner
Part of the Gegenwartskunde — Sonderheft book series (GEGWA, volume 11)

Zusammenfassung

Jeder, der heute zur Weberschen Soziologie — sei es immanent explizierend oder von außen her abwägend, sei es in positiv anlehnender oder in distanzierender Kritik — Stellung nimmt, sieht sich dem Umstand gegenüber, daß er auf einen „Klassiker“ der Soziologie antwortet, dessen geistige, wissenschaftliche und politische Anstrengungen und Arbeiten mittlerweile 80 bis über 100 Jahre zurückliegen. Nimmt man diese nicht lediglich im Sinne einer Verortung in der Geschichte der Soziologie auf, sondern geht sie vom Gegenstandsbezug auf moderne, zeitgenössische Gesellschafts- und Lebensverhältnisse und damit auch von den eigenen Impulsen des Worum-Willens wissenschaftlicher Erkenntnis her an, so stellt sich die Frage nach der verbleibenden „Aktualität“ Weberschen Denkens. Zweifelsohne gehört auch die Rechenschaftslegung und Selbsttransparenz der Weber zu verdankenden oder an ihn sich anlehnenden eigenen Begrifflichkeiten hierher. Das heißt, die Kenntlichmachung dessen, warum sie für das eigene Forschen und Denken ihre Erschließungskraft behalten haben, obschon ihr Autor ihnen ihre Fassung unter anderen gesellschaftlichen Verhältnissen gab.

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Literatur

  1. Hennis, Wilhelm (1987): Max Webers Fragestellung. Tübingen.Google Scholar
  2. Kellner, Hansfried/Heuberger, Frank (1988): Die Einheit der Handlung als methodologisches Problem. In: List, Elisabeth/Srubar, Ilja (Hrsg.): Alfred Schütz. Neue Beiträge zur Rezeption seines Werkes. Amsterdam, S. 257–284.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Hansfried Kellner

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