Grundtatbestände des internationalen Wettbewerbs

  • Corinna zur Nedden

Zusammenfassung

Die Forschung auf dem Gebiet des internationalen Wettbewerbs hat sich bisher im wesentlichen auf die Probleme der betrieblichen Praxis im Ausland und die operativen Schwierigkeiten bei der mehrfachen Grenzüberschreitung der multinationalen Unternehmung konzentriert.15 Die wissenschaftlichen Beiträge beschäftigen sich aufgrund des hohen damit verbundenen praktischen Handlungsbedarfes meist unmittelbar mit den konkreten Fragestellungen und implizieren — ohne eine vorherige Abgrenzung der Begriffsinhalte — ein spezifisches Grundverständnis des Sachverhaltes. Die unterschiedliche disziplinäre Herkunft der Autoren trägt darüber hinaus zu einer begrifflichen Vielfalt bei, die den theoretischen Zugang zu den grundlegenden Zusammenhängen des internationalen Wettbewerbs erschwert.16 Ausgangspunkt der meisten Untersuchungen ist jedoch die These — und darin besteht weitgehende Einigkeit -, daß der internationale Wettbewerb für die Unternehmungen eine Veränderung der Rahmenbedingungen bedeutet.17 Schwierigkeiten in der betriebswirtschaftlichen Praxis entstehen dadurch insbesondere dann, wenn sich der Wechsel der Rahmenbedingungen häufig und schnell vollzieht bzw. eine Veränderung der Entwicklungsrichtungen verschiedener Branchen herbeifiihrt.18

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Literatur

  1. 16.
    Vernon beschreibt die Schwierigkeiten bei der theoretischen Durchdringung der Thematik wie folgt: “Here and there, swept along the torrent of published words, one can find revealing facts, a perceptive study, a powerful generalization. But much of the outpouring turns to be a tide of special pleading or of narrow pedantery. Anyone who tries to filter out the polemic and the propaganda so as to grasp the meaning of what is left is likely to find the task forbidding.” Vernon (1977), S. 5.Google Scholar
  2. 17.
    Vgl. dazu auch Fayerweather (1975), BartleulGhoshal (1991), BartlettlDoz/Hedlund (1990) oder Dymsza (1984).Google Scholar
  3. 25.
    Der Begriff der Triade geht auf Ohmaes Beitrag “Macht der Triade” zurück, in dem er Nordmerika, Japan und West-Europa zu den Triade-Märkten zählt. Vgl. dazu und zu dem steigenden Wettbewerbsdruck in diesen drei Märkten Ohmae (1985).Google Scholar
  4. 26.
    Vgl. dazu Sieber (1970), S. 414ff. und Robinson (1973).Google Scholar
  5. 28.
    Dies wird auch durch die meßtheoretische Studie von Schmidt bestätigt. Vgl. Schmidt (1981), S. 57ff.Google Scholar
  6. 29.
    Die Gesamtdarstellungen in Tabellenform beinhalten folgende Merkmale: ‘Erklärungsansatz’, ’Vertreter’, ’Bestimmungskomponente’, ’Analyse-Ebene’ und ’Zentrale Aussage’. Vgl. Macharzina (1982), S. 114ff. Eine Zusammenfassung neuerer Erklärungsansätze internationaler Unternehmungsaktivität auch bei Soldner (1981), S. 71ff. Colberg liefert eine systematische Zusammenstellung der potentiellen Länderverbund-Vorteile und der Länderverbund-Barrieren. Diese Systematik enthält die Kriterien: ’Bezeichnung’, ’Primär betroffene Zieldimension’, ’Ursächliche internationale Kontextbesonderheiten’ und ’Produktgruppenspezifische Einflußfaktoren auf die Höhe des Vorteils’. Vgl. Colberg (1989), S. 77ff.Google Scholar
  7. 30.
    So z.B. Kindleberger (1969), Caves (1971), Vernon (1971), Knickerbocker (1976), Horst (1974), Graham (1978) und andere.Google Scholar
  8. 32.
    Die Betonung liegt bei diesen volkswirtschaftlich orientierten Beiträgen auf der ‘oligopolistic rivalry’ bzw. der weiteren volkswirtschaftlichen Erforschung oligopolistischen Wettbewerbsverhaltens, jedoch nicht auf dem Aspekt der ’Grenzüberschreitung’. Vgl. dazu Kogut (1989), S. 384.Google Scholar
  9. 33.
    Vgl. dazu auch Teece (1985), S. 233 und Porter (1990), S. 71ff.Google Scholar
  10. 34.
    Dazu zählen derzeit in erster Linie Dritte-Welt-Länder, aber auch bislang wenig entwickelte Länder des ehemaligen Warschauer Paktes.Google Scholar
  11. 35.
    Vgl. dazu Rugman (1980), S. 26.Google Scholar
  12. 36.
    Vgl. dazu allgemein Porter (1990). Eine kurze Darstellung findet sich auch bei Kogut (1991), S. 33ff.Google Scholar
  13. 38.
    Zur Steigerung der Lernfähigkeit durch die Internationalisierung vgl. Kogut (1985), S. 27 und Bühner (1992), S. 460.Google Scholar
  14. 39.
    Vgl. Porter (1983), S. 349f.Google Scholar
  15. 40.
    Siehe dazu das Gesetz der Massenproduktion: Stückkosten = fixe Kosten/Ausbringungsmenge + variable Stückkosten. Vgl. Bücher (1910) und allg. Gutenberg (1976).Google Scholar
  16. 41.
    Carl sieht die treibenden Kräfte der Internationalisierung ’vor allem in Kostenvorteilen aus der Massenproduktion standardisierter Produkte […1“ Carl (1989), S. 16. Eine Übersicht aller treibenden Kräfte bei ebenda, S. 17f. Zum Zusammenhang zwischen Lernkurve und Wettbewerbsstrategie vgl. allgemein Liebermann (1987).Google Scholar
  17. 42.
    Zu den strukturellen Unterschieden der Volkswirtschaften vgl. Mayer (1984), S. 17ff.Google Scholar
  18. 43.
    Kogut formuliert in diesem Zusammenhang die Frage: “Where should the value added chain be broken across?” Kogut (1985), S. 15.Google Scholar
  19. 44.
    Vgl. dazu Porter (1990), S. 54f.Google Scholar
  20. 45.
    Vgl. dazu Porter (1983), S. 350f. Er nennt in bezug auf das Marketing u.a. Vorteile durch die weltweite Nutzung unternehmungseigener Marketingmethoden oder in bezug auf den Einkauf niedrigere Lieferantenkosten bei großen Serien, die über den Bedarf für einzelne Märkte hinausreichen. Zur Definition weltweit abgesetzter Produkte siehe S. 27ff.Google Scholar
  21. 46.
    Vgl. dazu Porter (1983), S. 349.Google Scholar
  22. 47.
    Vgl. dazu die Darstellung bei Bühner (1992), S. 460.Google Scholar
  23. 48.
    Vgl. dazu auch Kogut (1989), S. 386.Google Scholar
  24. 49.
    Die genannten Gründe ‘Wachstum’ und ’Gewinn’ können als synonym betrachtet werden. “Firms will never invest in expansion for the sake of growth if the return on the investment is negative, for that would be self-defeating. Firms will never invest outside the firm except eventually to increase the funds available for investment in the firm. To increase total long-run profits of the enterprise […) is therefore equivalent to increasing the long-run rate of growth.” Penrose (1963), S. 30.Google Scholar
  25. 52.
    Ein Beispiel dafür ist die Automobilindustrie: “[…] Vehicles […] are differentiated on the basis of styling, quality, or advertising.” Kogut (1985), S. 26.Google Scholar
  26. 53.
    Hout/Porter/Rudden bezeichnen dies mit “to counter competition in multiple markets” Hout/Porter/Rudden (1982), S. 99.Google Scholar
  27. 56.
    Albach schätzt die Risiken einer internationalen Unternehmung insgesamt als kleiner oder höchstens genauso groß ein wie die einer Unternehmung, die auf einem national begrenzten Markt tätig ist. Vgl. ebenda (1981), S. 20. Kogut formuliert diesbezüglich: “This value stems not from the reduction in risk premia attached to an internationally diversified firm as opposed to one which is wholly domestic.” Kogut (1989), S. 385. In einer Befragung von Anteilseignern international tätiger Unternehmungen wurden grenzüberschreitende Zusammenschlüsse dann als positiv bewertet, wenn “gleichzeitig auch eine produktmäßige Ausweitung in verwandte Produktbereiche” betrieben wird. Die Stichprobe wurde dabei auch nach zusammenschluß-und unternehmungsspezifischen Kriterien differenziert, um auf diese Weise Erfolgsfaktoren für grenzüberschreitende Zusammenschlüsse zu identifizieren. Vgl. Bühner (1992), S. 445ff.Google Scholar
  28. 57.
    Just-in-Time (JiT) bedeutet “to coordinate the flow of parts within the supply system on a dayto-day basis […] parts would only be produced at each previous step to supply the immediate demand of the next step.” Womack/Jones/Roos (1990), S. 62.Google Scholar
  29. 59.
    Zur vertikalen Desintegration von Teilfunktionen im ‘keiretsu’ vgl. Schneidewind (1991). Keiretsu werden beschrieben als horizontale oder vertikale Verbindungen zwischen Unternehmungen in Japan, die durch den konfuzianischen Glauben eine organische Ordnung erhalten. Vgl. dazu Schneidewind (1991), S. 257f.Google Scholar
  30. 64.
    Die beginnende Internationalisierung bildet damit den Rahmen der Notwendigkeit (nämlich die Spielregeln) für andere Wettbewerber, ebenfalls zu internationalisieren. Vgl. zu dieser Betrachtungsweise Carl (1989), S. 24.Google Scholar
  31. 65.
    Vgl. dazu Porter (1983), S. 351. Er nennt das Beispiel einer Unternehmung der Kosmetikbranche, die eindeutig von ihrer Präsenz in Paris, London und New York profitierte, um erfolgreich in Japan konkurrieren zu können.Google Scholar
  32. 67.
    Vgl. dazu Knickerbocker (1973), S. 32.Google Scholar
  33. 68.
    Durch solche gegenseitigen Nachahmungsstrategien wird der Innovationsvorsprung auf internationaler Basis dauerhaft gering gehalten. Vgl. dazu Bühner (1992), S. 446.Google Scholar
  34. 69.
    Diese Eigendynamik bezeichnet Vernon als “storm over the multinationals”, ebenda (1977), S. 1.Google Scholar
  35. 70.
    Vgl. dazu Jolly (1989), S. 56. Ein Beispiel dafür ist die breite Produktpalette an Frühstücksflocken, die in allen europäischen Ländern erhältlich ist. Allein in den USA besteht jedoch ein soziokultureller Hintergrund hinsichtlich des Verzehrs von Frühstücksflocken (Kellog’s Corn Flakes).Google Scholar
  36. 71.
    Jolly sieht frühe Ursprünge bei phönizischen Händlern oder bei Tabak-und Gewürzhändlern im 17. Jahrhundert, die durch ihre Aktivitäten sehr stark dazu beitrugen, daß Bedürfnisse in Ländern geweckt wurden, die bis dahin von der Existenz dieser Produkte keine Kenntnis hatten. Vgl. ebenda. Levitt beschreibt die globale Angleichung wie folgt: “A powerful force drives the world toward a converging commonality, and that force is technology. It has proletarianized communication, transport, and travel. It has made isolated places and impoverished peoples eager for modernity’s allurements.” Levitt (1983), S. 92.Google Scholar
  37. 78.
    Vgl. neben anderen Sieber (1970), S. 419f., Robinson (1973), S. 151ff., Yip (1989), S. 29ff. und Hamel/Prahalad (1985), S. 139ff.Google Scholar
  38. 79.
    Beispiele für diese statischen Theorien sind Dymsza (1984), Clee/Sachtjen (1964), DunningGoogle Scholar
  39. (1.
    b), Phatak (1974), Rutenberg (1970) und Fayerweather (1981).Google Scholar
  40. 80.
    Vgl. dazu auch Macharzina (1982), S. 131. Eine Ausnahme davon bildet der internationale Produktlebenszyklus (“International Investment and International Trade in the Product Cycle”) von Vernon, der bei Jolly z.T. weiterentwickelt wird. Vgl. dazu Vernon (1979) und Jolly (1989).Google Scholar
  41. 81.
    Hier sei beispielhaft auf das Auseinanderbrechen und die Hinwendung zu marktwirtschaftlicheren Prinzipien der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten verwiesen, worauf westeuropäische Unternehmungen sehr unterschiedlich reagierten.Google Scholar
  42. 88.
    Vgl. dazu Vernon (1979). Sein dort entwickeltes Konzept versucht den Produkt-Lebenszyklus um den Aspekt der Internationalisierung zu erweitern. Das Konzept berücksichtigt als einziges dieser Art dynamische Aspekte der Internationalisierung.Google Scholar
  43. 89.
    Verkürzt dargestellt auch bei Jolly (1989), S. 63ff.Google Scholar
  44. 96.
    Perlmutter verwendet hier den Begriff der ethnozentrischen Orientierung. “Ethnozentrisch orientierte Unternehmungen tendieren zur Verfolgung internationaler Strategien, die durch ein zentralisiertes Führungskonzept gekennzeichnet sind und im Stammhaus bewährte Vorgehensweisen ohne Veränderung auf die Niederlassung übertragen” WelgeBöttcher (1991), S. 436 und dazu Kreutzer (1989), S. 12. Das sog. EPG-Konzept (EPG steht für ethno-, poly-, geozentrische Orientierung) geht auf Perlmutter zurück, vgl. Perlmutter (1969). Perlmutter ordnet den jeweiligen Orientierungen bestimmte Organisations-und Führungsmuster zu. Bleicher erweitert den Ethnozentrismus sogar auf die Management-Techniken. “Die Mutter überträgt ihre Management-Techniken häufig unverändert auf das Ausland, ohne die besonderen Gegebenheiten in diesen Ländern zu berücksichtigen.” Bleicher (1974), S. 263 Aufgrund der dargestellten konzeptionellen Bedenken gegenüber derartigen Merkmalsklassifikationen kann diesem Ansatz hier nicht gefolgt werden.Google Scholar
  45. 97.
    Unter ‘foreign direct investment’ wird allgemein gefaßt: “[…] Kapitalinvestitionen privater Unternehmungen, die zur Gründung, Erweiterung oder zum Erwerb von Unternehmen im Ausland oder zur maßgeblichen Beteiligung an ihnen gemacht werden.” Sieber (1970), S. 415.Google Scholar
  46. 98.
    Vgl. dazu u.a. Welge/Böttcher (1991), S. 436.Google Scholar
  47. 99.
    Vgl. dazu ebenda und Kre t er (1989), S. 16f.Google Scholar
  48. 105.
    Levitt nennt einige prägnante Beispiele für international standardisierte Produkte: “Corporations sell standardized products in the same way everywhere - autos, steel, chemicals, petroleum, cement, agricultural commodities and equipment, industrial and commercial construction, banking and insurance services, computers, semiconducters, transport, electronic instruments, pharmaceuticals, and telecommunications, to mention some of the obvious.” Levitt (1983), S. 93.Google Scholar
  49. 109.
    Gluck nennt für diese Kategorie von weltweit abgesetzten Produkten einige bezeichnende Beispiele: “Kids everywhere are playing Pac-Man and bounding along the streets to the sound of a Sony Walkman. The video tape recorder (VTR) market took off simultaneously in Japan, europe and the United States, but the most extensive use of VTR’s today is probably in places like Riyadh and Caracas. Shopping centers from Düsseldorf to Rio sell Gucci shoes, Yves St. Laurent suits and Gloria Vanderbilt jeans. Siemens and ITT telephones can be found almost everywhere in the world. Mercedes-Benz and the Toyota Corolla are as much objects of passion in Manila as in California.” Gluck (1982), S. 9.Google Scholar
  50. 112.
    Besonderes Interesse gilt den bekannten Erfolgsstories z.B. von McDonald’s oder Coca-Cola, doch über eine konkrete Beschreibung des vorliegenden Falles gehen viele Beiträge nicht hinaus. Vgl. dazu Rosen (1990), S. 61.Google Scholar
  51. 113.
    Vgl. dazu Hamel/Prahalad (1985), S. 140.Google Scholar
  52. 114.
    Vgl. dazu Doz (1980), S. 43. Bartlett spricht dabei in allegorischer Weise vom gestiegenen Wettbewerbsdruck in internationalen Branchen “that encourages competitors to cross-subsidize their international operations”, als von einem weltweiten Schachspiel. Vgl. Bartlett (1985), S. 10.Google Scholar
  53. 115.
    Gemeint sind hier entstehende, wachsende und absteigende Branchen. Untersuchungen zu diesen Branchentypen in der genannten Reihenfolge: Aaker/Day (1986) und Yip (1982); Zeithaml/Fry (1984) und Hambrick/Scheter (1983) sowie Harrigan (1980, 1982).Google Scholar
  54. 116.
    Vgl. Morrison (1990), S. 36. Er nennt beispielhaft die Studie von Dess (1987). Außerdem kommen konzeptionelle Ungenauigkeiten erschwerend hinzu. So werden z.B. Strategien zur Definition der Branche herangezogen. Vgl. ebenda, S. 38.Google Scholar
  55. 117.
    Die folgenden Ausfiihrungen beziehen sich weitgehend auf Morrison (1990), S. 36 u. 37.Google Scholar
  56. 118.
    Vgl. dazu u.a. auch bei Hout/Porter/Rudden (1982), Cvar (1984), Hamel/Prahalad (1985), Flaherty (1989), Doz (1987), Jolly (1989) und Porter (1986a).Google Scholar
  57. 119.
    Vgl. dazu vor allem Levitt (1983).Google Scholar
  58. 120.
    Vgl. dazu u.a. Davidson/Hapeslagh (1982), Hout/Porter/Rudden (1982), Cvar (1984), Ohmae (1985), Takeuchi/Porter (1989) und Prahalad/Doz (1987).Google Scholar
  59. 121.
    Vgl. dazu u.a. Hout/Porter/Rudden (1982), Cvar (1984), Ohmae (1985), Hamel/Prahalad (1985), Porter (1986a), Chandler (1989), Bartlett (1979), Flaherty (1989), Doz (1987), Bartlett/Ghoshal (1987) und Jolly (1989).Google Scholar
  60. 122.
    Vgl. dazu u.a. Prescott (1983), Cvar (1984), Ohmae (1985), Prahalad/Doz (1987), Bartlett/ Ghoshal (1987) und Jolly (1988).Google Scholar
  61. 123.
    Porter bezeichnet den Internationalisierungsgrad deshalb als einen “matter of degree”, Porter (1980), S. 276. Porter geht in einem späteren Beitrag sogar soweit, eine Branche auch dann noch als international anzusehen, wenn sie durch die Ansammlung rein nationaler Wirtschaftsaktivitäten, die zum Großteil getrennt voneinander operieren, gekennzeichnet ist. Porter (1989), S. 5.Google Scholar
  62. 124.
    Die Kontingenztheorie versuchte ursprünglich, Unterschiede in der formalen Organisationsstruktur auf Unterschiede im Kontext (der Situation) zurückzuführen. Eine Auswahl der Beiträge der Aston-Gruppe findet sich bei Pugh/Hickson (1976), Pugh/Hinings (1976) und Pugh/Payne (1976), sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen bei Frese (1992a), S. 112ff. Unter Berücksichtigung der These von Chandler “structure follows strategy” [Chandler (1962)], ergibt sich die im folgenden beschriebene Beziehung zwischen Strategie, Struktur und Umwelt.Google Scholar
  63. 126.
    Morrison formuliert diese Effizienzüberlegungen wie folgt: “The basic premise of contingency theory is that there is no single best way to orient the organization and that not all ways of organizing are equally effective under given conditions. With respect to business strategy, contingency theory holds that performance outcomes are determined by matching organizational competencies and abilities with the organization’s external context.” Morrison (1990), S. 2f. Dabei bezieht er sich u.a. auf Hofer (1980) und Hofer/Schendel (1978).Google Scholar
  64. 127.
    Vgl. dazu z.B. Al-Jafary/Hollingsworth (1983), Beer/Davis (1976) oder Beuttel/Simmerll Escherle (1980).Google Scholar
  65. 138.
    Vgl. Bartlett/Ghoshal (1987), S. 10. Die Autoren weisen darauf hin, daß dieser Strategietyp die klassischen Nachteile des ‘stuck in the middle’ aufweist, den Porter als höchst ineffizient bezeichnet. Vgl. dazu Porter (1980).Google Scholar
  66. 140.
    Alle untersuchten Unternehmungen waren dennoch sehr stark in ihrem Heimatmarkt vertreten. Das Attribut ‘homeless’ gilt demnach für diese Unternehmungen nicht. Vgl. Morrison (1990), S. 105. Porter bestätigt diese These ausdrücklich: “The role of the home nation seems to be stronger as or stronger than ever. While globalization of competition might appear to make the nation less important, instead it seems to make it more so. 1…] the home nation takes on growing significance because it is the source of the skills and technology that underpin competitive advantage” Porter (1990), S. 19.Google Scholar
  67. 141.
    Vgl. dazu Morrison (1990), S. 105. Morrison nimmt hier eine Vermischung der strategischen und der organisatorischen Ebene der Betrachtung vor, was nach Einschätzung der Autorin konzeptionell unzulässig ist, wenn allein die Strategie der Unternehmung analysiert werden soll.Google Scholar
  68. 142.
    Vgl. dazu u.a. Vernon (1979), S. 255ff. und Doz (1989), S. 257ff.Google Scholar
  69. 143.
    Vgl. dazu Jolly (1989), S. 70ff.Google Scholar
  70. 144.
    Morrison bezeichnet das Engagement im Ausland als “commitment to the international strategy dimension.” Morrison (1990), S. 106.Google Scholar
  71. 147.
    Vgl. dazu Jolly (1989), S. 97 und Porter (1989), S. 20. Die regionale Streuung der Wertschöpfungsaktivitäten, die Jolly und Porter als definitorischen Bestandteil der internationalen Strategie bezeichnen, wird hier nicht in den Merkmalskatalog aufgenommen, da sie erst im Rahmen der regionalen Konfiguration aus der Gesamtstrategie abgeleitet werden kann. Das Ausmaß der Grenzüberschreitung ist demnach nicht an ein spezifisches regionales Präsenzmuster gebunden.Google Scholar
  72. 150.
    Hier in Übereinstimmung mit Jolly (1989), S. 70ff.Google Scholar
  73. 151.
    Der Innovationsgrad wird u.a. bei Yip (1989), Doz (1980), Galbraith/Schendel (1983), Robinson/Pearce (1988) und Davis (1986) als Merkmal internationaler Srategien genannt. Der Innovationsgrad kann dabei ein Merkmal jeder Strategie sein. Wenn es jedoch gilt, die regionale Komponente einer Strategie zu analysieren, dann erzeugt die Betrachtung des Innovationsgrades nur einen geringen Erkenntnisfortschritt. Als problematisch - vor allem bei den drei letztgenannten Beiträgen - kann darüber hinaus die ungenügende DifferenzierungGoogle Scholar
  74. 153.
    Vgl. dazu Prahalad/Doz (1987), S. 157ff. und Colberg (1989), S. 150ff.Google Scholar
  75. 155.
    Vgl. ebenda, S. 38ff. und Levitt (1983), S. 96f. Levitt bezeichnet die von Prahald/Doz beschriebene weltweite Integration zwar als globale Standardisierung, bezieht sich aber auf den selben Begriffsinhalt.Google Scholar
  76. 156.
    Vgl. dazu Levitt (1983), S. 96. Levitt verweist in diesem Zusammenhang darauf, daß selbst bei höchster Internationalität, Unterschiede zwischen einzelnen Märkten bestehen bleiben werden.Google Scholar
  77. 157.
    Vgl. dazu Colberg (1989), S. 153. Die angesprochenen Teilfunktionen sind hier das Marketing, die Forschung und Entwicklung und die Beschaffung. Unklar bleibt aber auch bei Colberg, ob der Begriff der ‘Integration’ schon organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten beinhaltet oder ob lediglich auf eine weltweit undifferenzierte Leistungserstellung in denGoogle Scholar
  78. 158.
    Jolly beschreibt den Unterschied zu früheren Ansätzen, die das Ausmaß an Integration als Strategiemerkmal herangezogen haben wie folgt: “Looking at […1 global strategies as a spectrum of approaches also avoids the need to link global marketing with uniformity in the marketing mix. The difference from earlier multidomestic approaches lies more in the opportunities scanned than wether or not local adaptations are made. When local adaptations are undertaken, it is much a means to tap a broader consumer base as it is a segmentation device or a means of creating barriers to entry against companies following a more homogeneous approach.” Jolly (1989), S. 77.Google Scholar
  79. 159.
    Prahalad/Doz erklären die Begriffe wie folgt: “Global integration is accomplished through a tight linkage of the subsidiaries with the headquarter staff. On the other hand, a locally responsive strategy needs relative autonomy at the subsidiary level.” Prahalad/Doz (1987), S. 157.Google Scholar

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