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Der Noise Trading-Ansatz

  • Christian Röckemann

Zusammenfassung

Der Noise Trading-Ansatz (NT-Ansatz) stellt einen Versuch dar, sich von den Modellen jederzeit rationalen Verhaltens zu lösen. Er bemüht sich um eine Verarbeitung von Fakten, die als nicht-fundamental, also als nicht theoriegerecht, angesehen werden. Das Tor zu diesen Ansätzen hat Black (1986) mit seiner Presidential Adress an die American Finance Association geöffnet, indem er ausdrücklich Kursabweichungen vom fundamental gerechtfertigten Kurs in die Theorie einführt.

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Literatur

  1. 113.
    Mit Noise Trading konkurrierende Begriffe, die die verhaltenswissenschaftliche Basis vielleicht besser zum Ausdruck bringen, sind “Investor Sentiment” (Shleifer/Summers 1990) oder “Popular Models” (Shiller 1990).Google Scholar
  2. 114.
    Das Modell lehnt sich an die Modelle von De Long/Shleifer/Summers/Waldmann (1990b) und Cutler/Poterba/Summers (1990) an.Google Scholar
  3. 115.
    Aus diesem Grunde entfallt auch eine Herleitung der Nachfragefunktion der rationalen Anleger aus einer Nutzenmaximierung. Derartige Funktionen leiten z.B. De Long/Shleifer/Summers/Waldmann (1990a, 1990b) ab. Das Anlagerisiko wird im hier diskutierten Modell nicht betrachtet.Google Scholar
  4. 116.
    Siehe dazu Abschnitt 3.3.3..Google Scholar
  5. 120.
    Eine Reihe von Arbeiten, die derartiges Verhalten untersuchen und bestätigen, findet sich in De Bondt (1988, S.2–5).Google Scholar
  6. 121.
    Einige Gründe, warum dies zu erwarten ist, nennt De Bondt (1988, S.5–7).Google Scholar
  7. 122.
    Siehe dazu Abschnitt 3.4.1. sowie eine Zusammenstellung empirischer Arbeiten bei De Bondt (1988, S.7–15).Google Scholar
  8. 123.
    Siehe ausführlicher dazu Abschnitt 4.2.2..Google Scholar
  9. 124.
    Das Closed-End Fund Puzzle wird in Abschnitt 3.3.1. ausführlich diskutiert.Google Scholar
  10. 125.
    Siehe dazu Abschnitt 4.3..Google Scholar
  11. 126.
    Zu den einzelnen Verhaltensanomalien siehe auch Abschnitt 4.2..Google Scholar
  12. 127.
    Dabei ist insbesondere an Spezialfonds zu denken.Google Scholar
  13. 128.
    Siehe dazu auch das vereinfachte Preisbildungsmodell unter 5.2..Google Scholar
  14. 130.
    Eine vergleichbare Struktur wie DSSW (1990a) wählen DSSW (1989), um von den Noise Tradern ausgehende Wohlfahrtseffekte zu untersuchen.Google Scholar
  15. 131.
    Durch diese Modellierung besitzen Anleger stets einen kurzen Anlagehorizont.Google Scholar
  16. 132.
    Der Marktpreis einer Aktie muß daher nicht dem Fundamentalwert entsprechen.Google Scholar
  17. 133.
    Die erzielten Ergebnisse ergeben sich unabhängig von der Form, in der man sich das Noise Trading-Verhalten vorstellt. DSSW (1990a, S.709) erwähnen als mögliche Verhaltensweisen Preisschwellen für Kauf- und Verkauf, feste Handelsmengen (Liquiditätshandel) und Fehlschätzung der Renditevarianzen.Google Scholar
  18. 134.
    Erreicht wird dies im Modell durch die überlappenden Generationen von Anlegern (DSSW 1990a, S.713).Google Scholar
  19. 135.
    Die Erweiterung des Gedankens bieten Lee/Shleifer/Thaler (1991) (siehe Abschnitt 5.4.).Google Scholar
  20. 136.
    Festverzinsliche Wertpapiere unterliegen wegen ihrer begrenzten Laufzeit nur unter extremen Annahmen ebenfalls einem Risiko durch Noise Trading.Google Scholar
  21. 137.
    Die grundlegende Modellformulierung bietet bereits Shefrin/Statman (1989).Google Scholar
  22. 138.
    Zu einem derartigen Zusammenhang kommt auch Figlewski (1978).Google Scholar
  23. 139.
    Siehe dazu auch Abschnitt 4.2.2..Google Scholar
  24. 140.
    Trotz erhöhter Volatilität wird der Preis des Marktportfolios im Modell nicht tangiert. Dies ergibt sich aus der Modellformulierung (Shefrin/Statman 1993, S.23).Google Scholar
  25. 141.
    Der gemeinsame Anteil der rationalen Anleger an der Gesamtanlegerschaft wird konstant gehalten, um komparative Statik bei unterschiedlicher Menge rationaler Spekulanten abzuleiten. Die Anzahl der Noise Trader ist fest. Bei isolierter Addition rationaler Spekulanten wäre eine Konstanthaltung der Risikokapazität des Marktes nicht sichergestellt (siehe auch Stein 1987).Google Scholar
  26. 142.
    DSSW (1990b) bezeichnen diesen zweiten Teil als “Fundamental Shock”.Google Scholar
  27. 143.
    Zusätzlich zu unterschiedlicher Erwartungsbildung liegt damit eine asymmetrische Informationsverteilung vor.Google Scholar
  28. 144.
    Diesen Effekt bewirkt allein die Existenz der PFT, das antizipative Handeln der rationalen Spekulanten ist hierzu nicht notwendig.Google Scholar
  29. 145.
    DSSW setzen voraus, daß der Reaktionskoeffizient der passiven Investoren den der Positive Feedback Trader übersteigt (DSSW 1990b, S.384).Google Scholar
  30. 146.
    Der grundlegende Effekt der antizipativen Käufe der rationalen Spekulanten vor dem zeitverzögerten Nachfragedruck der PFT nach gestiegenen Kursen bildet sich jedoch auch ohne die Annahme asymmetrischen Informationszugangs.Google Scholar
  31. 147.
    Siehe dazu die Zweifel an der Bedeutung individueller Verhaltensanomalien auf aggregiertem Niveau (Abschnitt 4.4.).Google Scholar
  32. 148.
    Als Arbitrage werden hier nicht zeitgleiche Transaktionen ohne Risiko verstanden, sondern solche über zwei Zeitpunkte mit einer temporären Risikoposition. In diesem weiteren Sinne wird der Begriff auch im folgenden verwendet.Google Scholar
  33. 149.
    Diese beiden Faktoren fuhren auch Shefrin/Statman (1990, S.20–23) an.Google Scholar
  34. 150.
    Siehe dazu ausfuhrlich Abschnitt 5.3.2..Google Scholar
  35. 151.
    Siehe auch Abschnitt 4.3..Google Scholar
  36. 152.
    Dies gilt insbesondere dann, wenn Dividendenzahlungen eingeführt werden, die unsicher sind (DSSW 1990a, S.721–723).Google Scholar
  37. 153.
    “Derart äußert sich auch Krahnen (1992, S. 16).Google Scholar
  38. 154.
    Zur Beziehung von Anlagehorizont und Excess Volatility siehe Bhushan/Brown/Mello (1991).Google Scholar
  39. 155.
    Brinkmann (1989, S. 175) spricht sogar von der sozialökonomischen Verhaltensforschung als dem neuen Paradigma.Google Scholar
  40. 156.
    Allen/Gale (1992) nennen diese Art der Manipulation “Trade-Based Manipulation”.Google Scholar
  41. 157.
    Siehe dazu z.B. Allen/Gale (1992) und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  42. 158.
    Die Probleme derartigen Vorgehens zeigen sich bei der Steuerung von Devisenkursen zu Genüge.Google Scholar
  43. 159.
    Maas/Weibler (1990, S.88) sehen ebenfalls in Börseninformationsdiensten “unglaubwürdige Informationsquellen” und die Tips der Dienste als “Gerücht”.Google Scholar
  44. 160.
    Halteaufforderungen werden nicht betrachtet.Google Scholar
  45. 161.
    In den USA ist die Situation etwas anders. Dort werden z.B. personengebunden Transaktionsdaten gespeichert, oder es ist möglich, eine Liste der Aktionäre einer börsennotierten Gesellschaft zu erhalten. Zum unterschiedlichen Vorgehen im Bereich des Insider-Trading siehe z.B. Meulbroek (1992) und Schmidt/Wulff(1993).Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Christian Röckemann

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