Das Europäische System der Zentralbanken institutionenökonomisch analysiert
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Zusammenfassung
Während in Teil A der ergebnisorientierte Ansatz der föderalen Währungsordnung im Vordergrund stand, wird sich im folgenden der Verfahrensanalyse zugewendet. Dabei werden vorrangig die interkollektiven Aspekte des ESZB behandelt, deren Bestimmungsfaktoren institutionenökonomisch betrachtet werden (siehe Darstellung 19).
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Literatur
- 2.So z.B. auch Vaubel (1993b). S. 35 hinsichtlich seiner Untersuchung zur Deutschen Bundesbank.Google Scholar
- 3.Der Begriff „Spiel“ geht in diesem Zusammenhang insgesamt nicht stringent in die Richtung sportlicher o.A. Wettkämpfe, sondern ist dergestalt zu interpretieren. daß die hiesigen Spieler teilweise miteinander und teilweise gegeneinander spielen. Diese ambivalente Situation ist Untersuchungsgegenstand der folgenden Überlegungen.Google Scholar
- 4.Tietmeyer (1995b). S. 3. Siehe in diesem Zusammenhang auch Ohr (1996). S. 24–27.Google Scholar
- 5.Siebert (1995), S. 6. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang die in Punkt 6 geführte Diskussion zur Unabhängigkeit von Zentralbanken.Google Scholar
- 7.Vgl. Ohne Verfasser (1995a), S. 5f. und Ohne Verfasser (1996a). S. 10f. Beispielsweise ist die Mindestreserve ein Streitpunkt zwischen den englischen und deutschen Zentralbankiers.Google Scholar
- 8.Der Sachverhalt. daß die nationalen Zentralbanken in der Währungsunion bestimmte (neue) Rollen spielen werden. indem sie z.B. wie die britische oder französische Zentralbank den heimischen Finanzplatz fördern. wird zunehmend diskutiert. Vgl. hierzu Ohne Verfasser (1996b). S. 15.Google Scholar
- 15.In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß eine Zentralbank aus Prestigegründen hin und wieder eine moderate Inflation bewußt zuläßt, die Verantwortung aber den Marktteilnehmern oder dem Staat zuschreibt, um anschließend über die Möglichkeit zu verfügen, diese Inflation erfolgreich zu bekämpfen (sogenanntes Daseinsberechtigungsargument). Vgl. Willeke (1993). S. 116.Google Scholar
- 16.Zu den,.üblichen“ Problemen und makroökonomischen Erklärungsansätzen der Inflation vgl. z.B. Caspers (1987). Dornbusch und Fischer (1992). Kapitel 14 und 15 sowie Issing (1993c). Kapitel VII.Google Scholar
- 27.Vgl. Engel (1995), der sich mit den Mehrheiten und dem Abstimmungsverhalten in der EU auseinandersetzt.Google Scholar
- 28.Vgl. Penker und Proske (1993). die ebenfalls davon ausgehen, daß der Wettbewerb auf der Ebene der Argumentation stattfinden wird. Auf diesen Sachverhalt wird noch einmal bei der bürokratietheoretischen Betrachtung des ESZB eingegangen.Google Scholar
- 33.In diese Richtung geht auch die Kritik der Studie von von Hagen und Süppel (1994). die insgesamt - im Rahmen einer Gegenüberstellung von zentralen und dezentralen Ernennungszuständigkeiten der Mitglieder des EZB-Rats - einen aufschlußreichen Einblick in die Problematik einer föderalen Zentralbankverfassung geben.Google Scholar
- 34.Zu „Moral Suasion“ vgl. Issing (1992a), S. 125–127, der unter diesem Begriff die Appelle der Zentralbank versteht, die das Ziel verfolgen, das Verhalten der relevanten Wirtschaftssubjekte im Sinne geldpolitischer Vorstellungen zu bewegen.Google Scholar
- 35.Vgl. hierzu die Ausführungen zur Bürokratietheorie weiter unten.Google Scholar
- 36.Hier ist kritisch zu hinterfragen, inwieweit das Modell mit der TIT FOR TAT-Strategie praxisrelevant ist. Denn grundsätzlich ist die Möglichkeit des logrolling nicht zu vernachlässigen.Google Scholar
- 40.Es kann behauptet werden, daß in Deutschland eine größere Bedürfnisintensität nach einer niedrigen Inflationsrate besteht als z.B. in Italien und Frankreich.Google Scholar
- 41.Vgl. z.B. Acheson und Chant (1973a. 1973b). Acheson (1988). Hartwig (1984) und Ahbe (1992). S. 8496. Ein wichtiger Unterschied zwischen einer „normalen“ Bürokratie und einer Zentralbank liegt darin. daß letztgenannte nicht über den allgemeinen Staatshaushalt finanziert wird.Google Scholar
- 42.Einen sehr guten Überblick über die Untersuchungen mit institutionenökonomischen Ansätzen gibt Willeke (1993). S. 68–81. Die Autorin weist zu Recht darauf hin, daß eine einheitliche Modellierung der Zielfunktion (siehe hierzu die Ausführungen weiter unten im Text) von Zentralbanken fehlt.Google Scholar
- 43.Im allgemeinen ist anzumerken, daß ein Zentralbankier vermutlich viele der hier behandelten bürokratietheoretischen Problematiken als irrelevant oder übertrieben formuliert einstufen würde (sogenanntes Selbstschutzargument).Google Scholar
- 48.Auf die allgemeine Problematik von Zentralisationstendenzen in föderalen Systemen und damit verbundenen Erhöhung des Personal-und Sachaufwandes weist u.a. Vaubel (1993e) hin.Google Scholar
- 54.Eine ähnliche Argumentation für die Deutschen Bundesbank findet sich bei Vaubel (1993b). S. 28. Dieser Sachverhalt betrifft auch das „ Daseinsberechtigungsargument “ (siehe Fn 15 auf S. 154 ).Google Scholar
- 55.Vgl. Acheson und Chant (1973a). S. 369. Siehe auch Dittus (1987). S. 185.Google Scholar
- 56.Inwieweit dies von praktischer Relevanz ist, wird sich erst nach einigen Jahren der Zusammenarbeit herausstellen. Denkbar ist durchaus, dass sich eine Art „Ehrenkodex“ unter den europäischen Zentralbankiers entwickelt.Google Scholar
- 57.Macht soll an dieser Stelle einfach als Einfluß eines einzelnen bzw. einer Gruppe auf ein Individuum bzw. eine Gruppe umschrieben werden. Eine interessante Auseinandersetzung mit dem Machtproblem findet sich bei Morgenstern (1972).Google Scholar
- 59.Hier ist zu bedenken, daß sich für die Argumentation insgesamt eine neue Herausforderung stellt. „da nun die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Zielgrößen des eigenen Landes über den Umweg der gesamteuropäischen Ziele abgeschätzt werden müssen.“ Penker und Proske (1993), S. 688.Google Scholar
- 66.Dennoch kann argumentiert werden, daß die Zentralbanken versuchen könnten, ihr diskretionäres Budget über höhere Gewinne auszudehnen. Diese Gewinne kommen zustande, wenn eine.,Inflationssteuer“ erhoben wird. Damit würde die Zentralbank der Inflation einen positiven Nutzen beimessen. Vgl. zu dieser Überlegung Toma (1982) und Shugart und Tollison (1983), S. 303. Hier muß aber bedacht werden, daß der zusätzliche Gewinn als Restgewinn den nationalen Regierungen zufließen würde.Google Scholar
- ° Siehe hierzu Tietzel (1981a), S. 229, der eine ähnliche Interpretation von Bürokraten in der PropertyRights-Theorie formuliert. An dieser Stelle ist daran zu erinnern, daß Zentralbanken Bürokratien im weiten Sinn darstellen. Ein Zentralbankier bezieht sein Budget nicht aus dem Staatshaushalt. Er wird daher versuchen, andere Positionen zu maximieren.Google Scholar
- 71.Siehe in diesem Zusammenhang auch Darstellung 13 auf S. 82. Eine Aufteilung hinsichtlich einer allgemeinen Zentralbankverfassung findet sich bei Willeke (1993), S. 52f.Google Scholar
- 80.Das Problem der optimalen Risikoallokation zwischen Prinzipal und Agent wird im Rahmen der vorliegenden Aufgabenstellung vernachlässigt werden. da die einzelnen Zentralbankiers für die entstehenden Inflationskosten und andere „Kostenpunkte“ in der Praxis nicht herangezogen werden (können). Vgl. hierzu Willeke (1993), S. 46, Fn 20.Google Scholar
- 90.Hinsichtlich dieser Möglichkeit siehe auch Richter (1994), S. 20 bzw. die Ausführungen auf S. 105f. Damit zeigt sich wiederum die allgemeine Verbundenheit der einzelnen Ansätze der modernen Institutionenökonomik.Google Scholar
- 91.Auf die Zusammenhänge zwischen Transaktionskosten und Subsidiaritätsprinzip weist Picot (1991). S. 110–114 hin.Google Scholar
- 96.Der (Northsche) Preisbegriff ist weit zu interpretieren und kann mit Hilfe der bürokratietheoretischen Ansätze erklärt werden und sich beispielsweise auf Kosten beziehen. die das nicht monetäre Einkommen eines Zentralbankiers reduzieren. Zu den Überlegungen der Preisänderungen im allgemeinen siehe North (1992). S. 98–102.Google Scholar
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