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Stiefkinder und ihre Beziehung zu den Eltern: Ein Fokus auf die Rolle von leiblichem und Stiefvater

  • Katharina Beckh
  • Sabine Walper
Part of the Deutsches Jugendinstitut Familien-Survey book series (DJIFAM, volume 10)

Zusammenfassung

Stieffamilien sind keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Wenngleich sie uns als „Fortsetzungs-“ oder „Patchworkfamilie“ mitunter in neuem Wortgewand erscheinen, können sie auf eine lange Geschichte zurückblicken. In der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts waren in England und Frankreich vermutlich 25 bis 30 Prozent aller Ehen keine Erstehen (vgl. Friedl & Maier-Aichen, 1991, S.20f.). In vielen dieser Fälle werden Kinder aus einer früheren Ehe von der neuerlichen Eheschließung eines Elternteils betroffen gewesen sein. Grund für diesen hohen Anteil von Wiederverheiratungen waren die geringere Lebenserwartung und vor allem die höhere Müttersterblichkeit, die viele Frauen im Kindbett sterben ließ. Selbst noch vor gut hundert Jahren waren nach Schätzungen von Schwarz (1995) 20% der 18 Jährigen schon Waisenkinder. Demgegenüber verlieren gegenwärtig in Deutschland nur etwa 2% der Kinder innerhalb ihrer ersten 18 Lebensjahre die Mutter und 5% den Vater.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Katharina Beckh
  • Sabine Walper

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