Forschung in Bewegung: Frauen- und Geschlechterforschung in der Sportwissenschaft

  • Ilse Hartmann-Tews
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 25)

Zusammenfassung

Der Titel dieses Beitrages hätte — dem Tenor des Buches entsprechend — auch „Das undisziplinierte Geschlecht und die Sportwissenschaften“ heißen können, da sich Gegenstand und Problemstellungen in dieser Begrifflichkeit in besonderem Maße spiegeln. Disziplin, so lässt sich im ethymologischen Wörterbuch nachlesen, bedeutet erstens „Zucht, Ordnung“ und zweitens „Wissenszweig“, im 14./15. Jahrhundert aus lat. disciplina, „Schule, Wissenschaft, schulische Zucht“, entlehnt. Sportdisziplinen wie Tennis, Handball, Stabhochsprung, Rudern etc. lassen sich hier gut einordnen, da ihre erfolgreiche Ausübung Fachwissen und Kompetenzen beinhaltet, die wiederum systematische Schulung, Training sowie Ein- und Unterordnung voraussetzen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

4.1 Literaturempfehlungen

  1. Blanke, Beate/Fietze, Katharina/Möller, Silke (Hrsg.): Identität und Geschlecht. 6. Tagung der dvs-Kommission Frauenforschung in der Sportwissenschaft vom 18.20. September 1998 in Hamburg. Hamburg. 2000.Google Scholar
  2. Blanke, Beate (Hrsg.): Bewegungskultur von Frauen. Durchsetzung von Gattungsnormalität. Hamburg. 1999.Google Scholar
  3. Pfister, Gertrud: Sport im Lebenszusammenhang von Frauen. Schorndorf. 1999.Google Scholar
  4. Henkel, Ulrike/Kröner, Sabine: Und sie bewegt sich doch! Sportwissenschaftliche Frauenforschung — Bilanz und Perspektiven. Pfaffenweiler. 1997.Google Scholar
  5. Henkel, Ulrike/Pfister, Gertrud: Für eine andere Bewegungskultur. Festschrift anläßlich der Emeritierung von Sabine Kröner. Pfaffenweiler. 1997.Google Scholar
  6. Kugelmann, Claudia: Starke Mädchen — Schöne Frauen? Weiblichkeitszwang und Sport im Alltag. Butzbach-Griedel. 1996.Google Scholar
  7. Scheffel, Heidi: MädchenSport und Koedukation. Aspekte einer feministischen SportPraxis. Butzbach-Griedel. 1996.Google Scholar
  8. Klein, Marie-Luise (Hrsg.): „Karrieren“ von Mädchen und Frauen im Sport: Tagung der dvs-Kommission Frauenforschung in der Sportwissenschaft vom 24.26.6.1994 in Paderborn. Sankt Augustin. 1995.Google Scholar

4.2 Zitierte Literatur

  1. Abraham, Anke: „Geschlecht“ als Strukturdimension sozialer Ungleichheit — auch im Sport. In: Cachay, Klaus/Hartmann-Tews, Ilse (Hrsg.): Soziale Ungleichheit im Sport. Stuttgart. 1998. S. 27–48.Google Scholar
  2. Abraham, Anke: Identitätsprobleme in der rhythmischen Sportgymnastik. Schorndorf. 1986.Google Scholar
  3. Alfermann, Dorothee: Geschlechtsrollen und geschlechtstypisches Verhalten. Stuttgart, Berlin, Köln. 1996.Google Scholar
  4. Behm, Kerstin/Petzsche, Kerstin (Hrsg.): Mädchen und Frauen im Sport — Natur-und Geisteswissenschaften im Dialog. Sankt Augustin. 1998.Google Scholar
  5. Bilden, Helga: Geschlechtsspezifische Sozialisation. In: Hurrelmann, Klaus/Ulich, D. (Hrsg.): Neues Handbuch der Sozialisationsforschung. 4. Aufl. Weinheim, Basel 1991. S. 279–301.Google Scholar
  6. Blanke, Beate/Fietze, Katharina/Möller, Silke (Hrsg.): Identität und Geschlecht. 6. Tagung der dvs-Kommission Frauenforschung in der Sportwissenschaft vom 18.20. September 1998 in Hamburg. Hamburg. 2000.Google Scholar
  7. Buschmann, Mechthild/Kröner, Sabine (Hrsg.): Frauen in Bewegung. Der feministische Blick auf Sporttheorie, Sportpraxis und Sportpolitik. Dokumentation des ersten feministischen Seminars in Bielefeld 1987. Hamburg. 1988.Google Scholar
  8. Buskies, Wolfgang: Die Bedeutung des subjektiven Belastungsempfindens für die Trainingssteuerung im Schwimmen, Radfahren und Laufen beim gesundheitsorientierten Ausdauertraining älterer Frauen. In: Behm, Kerstin/Petzsche, Kerstin (Hrsg.): Mädchen und Frauen im Sport — Natur-und Geisteswissenschaften im Dialog. Sankt Augustin. 1998.Google Scholar
  9. Deutsche Forschungsgemeinschaft/Senatskommission für Frauenforschung: Sozialwissenschaftliche Frauenforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin. 1994.Google Scholar
  10. Geist, Sabine: Ernährungsverhalten und Knochenmineralgehalt bei Langstreckenläuferinnen. In: Behm, Kerstin/Petzsche, Kerstin (Hrsg.): Mädchen und Frauen im Sport — Natur-und Geisteswissenschaften im Dialog. Sankt Augustin. 1998.Google Scholar
  11. Gieß-Stüber, Petra/Hartmann-Tews, Ilse (Hrsg.): Frauen und Sport in Europa. 1. Tagung der dvs-Kommission „Frauenforschung in der Sportwissenschaft“ in Köln im Oktober 1992. Sankt Augustin. 1993.Google Scholar
  12. Gieß-Stüber, Petra/Henkel, Ulrike: “Typisch männlich — typisch weiblich” — Geschlecht in der Methodendiskussion. In: Henkel, Ulrike/Kröner, Sabine (Hrsg.): Und sie bewegt sich doch! Sportwissenschaftliche Frauenforschung — Bilanz und Perspektiven. Pfaffenweiler. 1997. S. 147–177.Google Scholar
  13. Gieß-Stüber, Petra: Kein Platz für Trainerinnen. In: Tennis-Sport. (1996) 3. S. 10–13.Google Scholar
  14. Gildemeister, Regine/Wetterer, Angelika: Wie Geschlechter gemacht werden. Die soziale Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit und ihre Reifizierung in der Frauenforschung. In: Knapp, Gudrun-Axeli/Wetterer, Angelika (Hrsg.): Traditionen Brüche. Freiburg. 1992. S. 201–254.Google Scholar
  15. Hartmann-Tews, Ilse: Das Engagement von Frauen im Sport: eine europäische Perspektive. In: Petry, Karen/Tokarski, Walter ( Hrsg. ): Das Europa des Sports — Sport und Sportpolitik ohne Grenzen. Köln. 1993. S. 77–85.Google Scholar
  16. Hirschauer, Stefan: Die soziale Konstruktion der Transsexualität. Frankfurt/.M. 1993.Google Scholar
  17. Klein, Gaby: Theoretische Prämissen einer Geschlechterforschung in der Sportwissenschaft. In: Henkel, Ulrike/Kröner, Sabine (Hrsg.): Und sie bewegt sich doch! Sportwissenschaftliche Frauenforschung — Bilanz und Perspektiven. Pfaffenweiler. 1997. S. 103–124.Google Scholar
  18. Klein, Marie-Luise (Hrsg.): „Karrieren“ von Mädchen und Frauen im Sport: Tagung der dvs-Kommission Frauenforschung in der Sportwissenschaft vom 24.26.6.1994 in Paderborn. Sankt Augustin. 1995.Google Scholar
  19. Kleindienst-Cachay, Christa: Die vergessenen Frauen. Zum Sportengagement von Mädchen und Frauen aus sozialen Unterschichten. In: Gabler, H./Goehner, Ulrich (Hrsg.): Für einen besseren Sport. Themen, Entwicklungen und Perspektiven aus Sport und Sportwissenschaft. Schorndorf. 1990. S. 193–212.Google Scholar
  20. Knorr-Cetina, Karin: Konstruktivismus in der Soziologie. In: Müller, A./Müller, K./Stadler, F. (Hrsg.): Konstruktivismus und Kognitionswissenschaft. Wien, New York. 1997.Google Scholar
  21. Kröner, Sabine (Hrsg.): Annäherungen an eine andere Bewegungskultur. Pfaffenweiler. 1993.Google Scholar
  22. Kröner, Sabine/Pfister, Gertrud (Hrsg.): Frauen-Räume. Körper und Identität im Sport. Pfaffenweiler. 1992.Google Scholar
  23. Kröner, Sabine: Sport und Geschlecht. Eine soziologische Analyse sportlichen Verhaltens in der Freizeit. Ahrensburg. 1976.Google Scholar
  24. Kugelmann, Claudia: Koedukation im Sportunterricht. Bad Homburg. 1980.Google Scholar
  25. Kugelmann, Claudia: Starke Mädchen — Schöne Frauen? Weiblichkeitszwang und Sport im Alltag. Butzbach-Griedel. 1996.Google Scholar
  26. Palzkill, Birgit: Zwischen Turnschuh und Stöckelschuh. Bielefeld. 1990.Google Scholar
  27. Petry, Karen: Mythos Chancengleichheit. Aachen. 2000.Google Scholar
  28. Pfister, Gertrud: „Der Kampf gebührt dem Mann…“ Argumente und Gegenargumente im Diskurs über den Frauensport. In: Renson, Roland (Hrsg.): Sport and Contest. Madrid. 1993. S. 349–365.Google Scholar
  29. Pfister, Gertrud: Geschlechtsspezifische Sozialisation und Koedukation im Sport. Berlin. 1983.Google Scholar
  30. Pfister, Gertrud: Sport im Lebenszusammenhang von Frauen. Schorndorf. 1999.Google Scholar
  31. Platen, Petra/Velde, Claudia: Eßverhaltensstörungen bei Sportlerinnen. In: Behm, Kerstin/Petzsche, Kerstin (Hrsg.): Mädchen und Frauen im Sport — Natur-und Geisteswissenschaften im Dialog. Sankt Augustin. 1998.Google Scholar
  32. Platen, Petra: Die Triade der sporttreibenden Frau — Störungen des Eßverhaltens, Amenorrhö und Osteoporose. In: Behm, Kerstin/Petzsche, Kerstin (Hrsg.): Mädchen und Frauen im Sport — Natur-und Geisteswissenschaften im Dialog. Sankt Augustin. 1998.Google Scholar
  33. Prokop, Ludwig: Frauensport — nur ein Emanzipationsproblem. In: Österreichisches Journal für Sportmedizin 25 (1995) 3. S. 67–72.Google Scholar
  34. Rose, Lotte: Bewegungs-und sportorientierte Mädchensozialarbeit — Zwischenbilanz eines Modellprojekts. In: Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen (Hrsg.): Kein Platzverweis für Frauen — Dokumentation der Fachtagung zur Situation von Frauen im Sport. Berlin. 1994. S. 105–116.Google Scholar
  35. Rose, Lotte: Das Drama des begabten Mädchens. Lebensgeschichten junger Kunstturnerinnen. Weinheim, München. 1991.Google Scholar
  36. Scheffel, Heidi: MädchenSport und Koedukation. Aspekte einer feministischen SportPraxis. Butzbach-Griedel. 1996.Google Scholar
  37. Scheffel, Heidi: Wir spielen unser eigenes Spiel. Mädchen im koedukativen Sportunterricht. In: Buschmann, Mechthild/Kröner, Sabine (Hrsg.): Frauen in Bewegung. Ahrensburg. 1988. S. 41–57.Google Scholar
  38. Schenk, Sylvia: Aus dem Startblock an die Macht. In: Schenk, Sylvia (Hrsg.): Frauen — Bewegung — Sport. Hamburg. 1986. S. 8–23.Google Scholar
  39. Schmerbitz, Helmut/Seidensticker, Wolfgang: Erweiterung sozialer Kompetenzen von Jungen in einem erziehenden Sportunterricht. In: Blanke, Beate/Fietze, Katharina/Möller, Silke (Hrsg.): Identität und Geschlecht. 6. Tagung der dvsKommission Frauenforschung in der Sportwissenschaft vom 18.-20. September 1998 in Hamburg. Hamburg. 2000.Google Scholar
  40. Stichweh, Rudolf: Wissenschaft, Universität, Professionen. Frankfurt. 1994.Google Scholar
  41. Voigt, Ursula: Frauen und Sportverein. In: Pilz, Gunter (Hrsg.): Sport und Verein. Reinbek. 1986. S. 104–113.Google Scholar
  42. West, Candace/Zimmermann, Don: Doing gender. In: Lorbeer, Judith/Farell, Susan (Hrsg.): The Social Construction of Gender. Newbery Park, New Dehli. 1991. S. 13–37.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Ilse Hartmann-Tews

There are no affiliations available

Personalised recommendations